Anspruch, Philosophie – so legt Bruckner sein Amt an

Martin Bruckner hat die Wahl des Rapid-Präsidenten für sich entschieden. So geht der 54-Jährige sein neues Amt in Wien-Hütteldorf an.
"Evolution statt Revolution" – mit diesem Motto und seiner Liste "Leitbild" setzte sich Martin Bruckner bei der Wahl zum Rapid-Präsidenten gegen Roland Schmid durch. Allerdings verlief die Abstimmung der 2.005 stimmberechtigten Mitglieder knapper als zuvor von vielen vermutet: Am Ende lagen nur 133 Stimmen zwischen den beiden Kandidaten.

Doch jetzt ist die Wahl geschlagen und Bruckner blickt bereits in die Zukunft. "Wir werden sportlich mit Zoran Barisic und Didi Kühbauer weiterarbeiten und die in unserem Konzept erwähnten Veränderungen Schritt für Schritt durchsetzen", erklärte der 54-jährige Vorstand der Allianz Investmentbank auf seiner ersten Pressekonferenz. "Wir werden auch auf die Liste Grün-Weiß zugehen und deren Ideen mitnehmen - denn wir sind alle Rapidler, stehen unter einem Wappen. Nach der Wahl wird es gut tun, auf ein Bier zu gehen und alles auszudiskutieren."



Das ist Martin Bruckner:
Der 54-Jährige ist Vorstand der Allianz Investmentbank AG und war im "alten" Rapid-Präsidium bereits Finanzreferent. Bruckner hatte die Unterstützung von Ex-Boss Michael Krammer und auch von den Ultras. Der Block West sprach Bruckner in einem offenen Brief die Unterstützung aus. Das kam wenig überraschend. Bruckner ging mit dem Slogan "Evolution statt Revolution" ins Rennen. Er steht für den aktuellen Weg. Geschäftsführer Christoph Peschek und Sportdirektor Zoran Barisic bleiben. Der lockere Kurs mit dem harten Fan-Kern wird wohl weiter Bestand haben.
Sein Team: Nikolaus Rosenauer und Gerhard Höckner aus dem aktuellen Krammer-Team. Rapid-Legende Gerry Wilfurth, der Ex-Ski-Star Michaela Dorfmeister, Ex-Formel-1-Teamchefin Monisha Kaltenborn, Tipp-3-Boss Philip Newald, Mitglieder-Referent und Fan-Vertreter Stefan Singer.

"Anspruch sind immer die Top 3"



CommentCreated with Sketch.1 zu den Kommentaren Arrow-RightCreated with Sketch. Seine Ziele mit dem Rekordmeister sind klar. "Der Anspruch ist sicherlich immer, unter die Top 3 zu kommen – das ist eine ganz klare Ansage", so Bruckner. "Wir wollen ganz vorne mitspielen. Wenn es die Möglichkeit gibt, um Titel mitzuspielen, werden wir das ohne wenn und aber machen."

Wie es jetzt unmittelbar weitergehen wird, wusste Bruckner auch bereits. "Als erstes werden wir das Satzungskonvent einberufen, um mit allen Mitgliedern eine zeitgemäße Satzung einzuführen. Das will ich ganz ergebnisoffen machen", erklärte er. "Zweitens geht es um die oft zitierte Spielphilosophie: Wir haben das Thema ganz klar positioniert und wollen es von den Personen unabhängig umsetzen. Barisic wird das Konzept erstellen, danach soll sich der ganze Verein daran halten. Wir wollen das ganz klar aussprechen, festlegen und daran arbeiten wir weiter."

-> So verlief der Wahl-Abend: Der Ticker zum Nachlesen



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