Die fünf häufigsten Öffi-Mythen. Was ist dran?

Fahren Bus und Bim absichtlich davon? Wieso gibt es keine U5? Dürfen Kontrolleure einen festhalten? Gibt es geheime Regierungstunnel?
Die Wiener Linien gehen in einem Blogbeitrag den hartnäckigsten Mythen rund um die Wiener Öffis auf den Grund.

Gibt es einen geheimen Regierungstunnel? Warum dauert eine Wiener-Linien-Minute länger als eine herkömmliche? Dürfen Kontrolleure jemanden festhalten? Wir haben die Antworten.

Fahren Bus- und Straßenbahnfahrer immer absichtlich davon?

Wer kennt es nicht? Da läuft man, so schnell es geht, Richtung öffentliches Verkehrsmittel seiner Wahl. Und dann, kurz vorm Ziel, fährt einem der Bus oder die Bim vor der Nase weg. "Das war pure Absicht", wird sich so mancher ärgern. "Stimmt nicht", sagt Wiener Linien. Die Fahrer müssen sich an ihre Fahrpläne halten. Jeder längere Aufenthalt führt zu weiteren Verzögerungen. Darum kann nicht gezielt auf einzelne Personen gewartet werden.

Kontrolleure dürfen mich nicht festhalten

Dies ist wohl einer der hartnäckigsten Mythos rund um die Wiener Öffis. Ein Irrtum., wie Wiener Linien aufklärt. Kontrolleure haben die Befugnis, einen Fahrgast anzuhalten, wenn er ohne gültigen Fahrschein unterwegs ist. Und zwar so lange, bis die Polizei eintrifft.

CommentCreated with Sketch.31 zu den Kommentaren Arrow-RightCreated with Sketch. Top Secret! Geheimtunnel der Regierung

Es ranken sich viele Mythen um unterirdische Tunnelsysteme und Gleise in Wien. Verständlich, immerhin bekommen die meisten Fahrgäste diese nie zu Gesicht. "Einen Tunnel,  der eigens für die Regierung errichtet wurde, gibt es im U-Bahn-Netz nicht", klärt Wiener Linien jedoch auf. "Die Geheimtunnel machen den Betrieb erst möglich", heißt es weiter. Sie dienen als Verbindung und verknüpfen die einzelnen U-Bahn-Linien miteinander.

Wieso dauert eine Wiener-Linien-Minute länger?

Sie stehen an der Haltestelle und die angezeigte Minute auf der Anzeigetafel dauert länger als 60 Sekunden. Ticken die Uhren der Wiener Linien tatsächlich anders? "Jein", der Unterschied hat einen ganz bestimmten Grund. Die Anzeigetafel zeigt lediglich an wie viele Minuten die Straßenbahn noch von der Haltestelle entfernt ist. Verzögerungen, Falschparker oder Stau werden nicht berücksichtigt.

Wieso gibt es keine U5?

Diese Frage hat sich wohl schon jeder gestellt, der die Wiener U-Bahn benützt. Die Wiener Linien begründen die fehlende Nummer fünf damit, dass diese zwar in Planung war, doch der Bau sich über die Jahre immer wieder verzögerte. Ursprünglich hätte die U5 von Hernals (17.Bezirk) bis zum Schottenring (1. Bezirk) führen sollen. Nun wird die Linie vermutlich im Jahr 2024 kommen. Als erste vollautomatische U-Bahn im Wiener Öffi-Netz.

(mp)

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