Schulbus-Tragödie: "Ganze Gemeinde steht unter Schock"

Die Familie des Buben hat zum Gedenken an Maximilian Kerzen aufgestellt.
Die Familie des Buben hat zum Gedenken an Maximilian Kerzen aufgestellt.Manfred Fesl
Nach dem tragischen Tod des eineinhalbjährigen Maximilian steht die 1.439 Einwohner Gemeinde Höhnhart unter Schock. Das sagt der Bürgermeister.

Am Mittwochnachmittag, nur wenige Stunden nach der Tragödie (wir berichteten), zeigt sich Erich Priewasser (ÖVP), Bürgermeister von Höhnhart (Bezirk Braunau), tief betroffen: "Die Kinder werden bei uns vom Kindergartenbus und Helfern direkt heimgebracht und direkt an die Eltern übergeben. Eigentlich ein sicherer Vorgang, dass dann so ein tragischer Unfall passiert, ist unfassbar. Die ganze Gemeinde ist unter Schock. Es gibt kaum etwas Schlimmeres, als sein eigenes Kind zu verlieren."

Gegen Mittag wurde der fünfjährige Bruder des kleinen Maximilian mit dem Kindergartenbus heimgebracht. Der Bus hielt vor dem Wohnhaus, wo bereits die Mama des Buben wartete. Laut Polizei befand sich der 1,5-jährige Maximilian zu diesem Zeitpunkt am Garagenvorplatz, saß angegurtet auf seinem Dreirad-Buggy. 

Bub löste Sicherheitsgurt und lief auf Straße

Der Bub dürfte die Sicherheitsgurte des Buggys gelöst haben und auf die Straße zum Bus gelaufen sein. Der junge Busfahrer bemerkte das Kleinkind nicht, und fuhr los. Maximilian wurde vor den Augen seiner Mama und den noch fünf im Bus sitzenden Kindergartenkindern vom rechten Vorderrad des Busses überrollt.

Das Rettungsteam versuchte den Kleinen noch zu reanimieren, der Notarzt konnte aber nur mehr den Tod des 1,5-Jährigen feststellen. Die Familie und die Kindergartenkinder wurden vom Kriseninterventionsteam des Roten Kreuzes betreut. Der Lenker des Schulbusses erlitt einen schweren Schock und wurde ins Spital gebracht. 

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