Daniela Iraschko stolz sorgt für das nächste rot-weiß-rote Edelmetall! Nach einem verpatzten ersten Durchgang flog Iraschko-Stolz noch mit Bestweite auf den zweiten Platz.
Daniela Iraschko-Stolz hat bei der Damen-Skisprung-Olympia-Premiere nur knapp die Goldmedaille verpasst. Die 30-jährige Steirerin landete am Dienstag in Krasnaja Poljana nach einem starken zweiten Durchgang nur 1,2 Punkte hinter der Deutschen Carina Vogt auf Rang zwei. Zur Halbzeit war Iraschko-Stolz nur auf Rang fünf gelegen. Bronze ging an die Französin Coline Mattel.
Die Entscheidung war an Spannung nicht zu überbieten. Iraschko-Stolz legte mit 104,5 Metern die Tageshöchstweite sowie die deutlich beste Marke im zweiten Durchgang hin, hatte allerdings bei der Landung Probleme. Trotzdem zog sie noch an Evelyn Insam (ITA), Favoritin Sara Takanashi (JPN), die nur Vierte wurde, und Mattel vorbei. Auch Vogt sprang mit 97,5 Metern deutlich kürzer, der Vorsprung vom ersten Sprung reichte ihr aber knapp für den Sieg. Im Weltcup war die Deutsche zuvor noch nie ganz oben gestanden.
"Die Silbermedaille glänzt sehr. Vor allem nach dem, was im letzten Jahr alles passiert ist, ist sie Gold wert", sagte Iraschko-Stolz in einer ersten Reaktion. Die Weltmeisterin von 2011 hatte erst Anfang Dezember 2013 nach langer Zwangspause wegen eines Kreuzbandrisses ihr Comeback gegeben. Im Moment sei es sicher der Höhepunkt ihrer Karriere. "Es sind die ersten Olympischen Spiele, es war wahnsinnig schwierig zu springen und auch von den Nerven her. Es ist daher genial, dass es geklappt hat", sagte Iraschko-Stolz.
Steigerung im 2. Durchgang
Entscheidend war die Leistungssteigerung im Entscheidungsdurchgang. "Da habe ich voll attackiert, der war wirklich lässig. Und das Landen lerne ich auch noch", sagte Österreichs Aushängeschild. Die Eisenerzerin sorgte für die vierte österreichische Medaille in Sotschi nach Matthias Mayer (Gold/Abfahrt), Nicole Hosp (Silber/Super-Kombination) und Dominik Landertinger (Silber/Biathlon-Sprint). Die 16-jährige Salzburgerin Chiara Hölzl beendete den Wettkampf auf Rang 25.