Wal-Populationen erholen sich

Die Ozeanriesen kehren zurück

Gute Nachrichten aus dem Atlantik: Nach Jahrzehnten der Jagd werden vor der afrikanischen Küste wieder vermehrt Blau- und Finnwale gesichtet.
Technik Heute
24.05.2026, 14:07
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Der Blauwal ist das größte Tier, das je auf der Erde gelebt hat. Doch der Mensch hatte die sanften Riesen beinahe ausgerottet - durch den industriellen Walfang wurden rund drei Millionen Großwale getötet.

Das Walfang-Moratorium von 1986 brachte aber offenbar Erfolge. Im südöstlichen Atlantik zeigen sich nun erste Zeichen einer Erholung.

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Wie spektrum.de berichtet, nehmen die Sichtungen von Blau- und Finnwalen vor der Küste Namibias und Südafrikas deutlich zu. Eine aktuelle Studie wertete Daten aus mehreren Jahrzehnten aus - mit einem überraschenden Ergebnis: 95 Prozent aller Sichtungen fanden erst seit 2012 statt.

Vom Rand der Ausrottung

Die Zahlen zeigen das Ausmaß der historischen Jagd: Der Bestand der antarktischen Blauwale wird auf nur noch drei Prozent der ursprünglichen Population geschätzt. Bei Finnwalen sollen inzwischen wieder 30 Prozent erreicht sein.

Die Forscher führen die Zunahme nicht allein auf vermehrte Walbeobachtungstouren zurück, sondern auf tatsächlich häufigere Besuche der Wale in diesen Gewässern. Das Gebiet bildete vor dem Walfang wohl einen wichtigen Teil der Wanderrouten beider Arten von der Antarktis in wärmere Gewässer.

Gefahren bleiben

Trotz der positiven Entwicklung warnen Experten: Beide Arten sind weiterhin bedroht - nicht mehr durch Walfang, aber durch Kollisionen mit Schiffen oder durch Geisternetze, in denen sich die Tiere verfangen.

Auch der Klimawandel macht den Meeresgiganten zu schaffen. Steigende Wassertemperaturen verändern Lebensräume, und Plastikmüll im Meer wird zur tödlichen Falle - Wale können ihn nicht von ihrer Nahrung unterscheiden.

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