Die verkuschelten Tapir-Brüder Tibi und Deszö

Das Tierpfleger-Tagebuch aus Schönbrunn - nur hier bei "HeuteTierisch"
Das Tierpfleger-Tagebuch aus Schönbrunn - nur hier bei "HeuteTierisch"Tiergarten Schönbrunn
Zusammen mit Ameisenbären und anderen Wildtieren leben die zwei Tapire im Südamerika-Park. Tierpflegerin Denise erzählt euch mehr über ihre Lieblinge.

(Tagebucheintrag von Denise Diederich, Tierpflegerin im Tiergarten Schönbrunn)

Steicheln, streicheln und nochmal streicheln

Bei uns im Tiergarten leben zwei Flachlandtapire: die beiden Brüder Tibi und Deszö. Die Bindung zu uns ist so gut,dass wir in ihre Ohren schauen oder ihre Füße und Zähne kontrollieren können. Wir streicheln die Tiere oft, um ein enges Vertrauensverhältnis zu ihnen aufzubauen. Die Tiere genießen die Streicheleinheiten natürlich auch sehr.

Wenn Tibi einen besonders guten Tag hat, legt er sich sogar auf den Rücken.

Dann kann ich seinen Bauch und seine Füße ganz genau anschauen. Dies ist ein sehr großer Vertrauensbeweis, weil Tapire Fluchttiere sind. Im Liegen sind sie natürlich ziemlich schutzlos. Das bedeutet, dass er weiß, dass er keine Angst haben und nicht weglaufen muss. Der große Nachteil beim Tapir-Streicheln ist,dass die Hände danach ziemlich schmutzig aussehen. Die Tiere haben eine sehr drüsenreiche Haut, und das bekommt man dabei zu spüren.

Tierische WG: Tapire, Wasserschweine, Nandus, Große Ameisenbären...

Die Tapire leben im Südamerika-Park – eine große Gemeinschaftsanlage mit verschiedenen südamerikanischen Tierarten. Neben den Tapiren leben hier Wasserschweine, Nandus, Vikunjas, Große Ameisenbären und Seriemas. Sie vertragen sich eigentlich recht gut miteinander. Tapire sind meine absoluten Lieblingstiere. Leider sind sie in ihrer Heimat bedroht. Ihr Lebensraum wird zerstört, sie werden gejagt und durch die Rinderhaltung werden Krankheiten übertragen.

Futterspiele zur Beschäftigung

In der Natur sind die Tiere mehrere Stunden pro Tag mit der Suche nach Früchten und Blättern beschäftigt. Das ahmen wir im Zoo nach, in dem wir sie mit speziellen Röhren beschäftigen und sie das Futter nicht einfach nur vom Boden aufsammeln müssen. Die Tapire müssen an einem Seil ziehen, damit das Futter herauspurzelt.

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