Große Astmantis zieht ins Haus der Schrecken

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Raus aus dem Backstagebereich! Tierpflegerin Nina Rassinger zeigt euch heute, wie eine der größten Fangschrecken der Welt umzieht

(Tagebucheintrag von Tierpflegerin Nina Rassinger aus dem Tiergarten Schönbrunn)

Ich würde mich freuen, wenn viele die Astmantis bestaunen kommen würden, weil es ein extrem faszinierendes Tier ist.

Seit langem haben wir in der Schau vom "Haus der Schrecken" wieder eine Große Astmantis. Die Große Astmantis zählt zu den größten Fangschrecken der Welt. Die Weibchen können bis zu 15 cm lang werden.

Was ist eine Fangschrecke?

Die Vorderbeine sind im Laufe der Evolution zu Fangbeinen umgewandelt worden. Sie sind Lauerjäger, und mit den Fangbeinen fangen sie, wie der Name schon sagt, ihre Beute. Damit sind sie sehr erfolgreich: Von etwa 10 Versuchen sind 9 erfolgreich. Die Große Astmantis ist auf Fluginsekten spezialisiert, das heißt im Freiland fressen sie hauptsächlich Fliegen und Schmetterlinge. Bei uns bekommen sie Fliegen, aber auch zum Beispiel Wachsmotten.

Vom Backstage-Bereich in den Ausstellungsraum

Im Backstage-Bereich züchten wir viele verschiedene Fangschreckenarten. Bevor die Große Astmantis in die Schau kommt, muss ich ein Terrarium einrichten. Die Große Astmantis kommt aus West- und Zentralafrika. Sie bewohnt die Trockensavanne. Somit soll das Terrarium trockene Regionen darstellen.
Die Tiere sitzen gerne auf Ästen. Ich arrangiere sie so, dass es hübsch aussieht und d

ass die Äste so verteilt sind, dass die Mantis gut auf den Ästen sitzen kann. Die Äste werden mit Steinen fixiert. Am Ende kommen noch Pflanzen hinein. Damit das Ganze hübsch aussieht, ist etwas grün nie verkehrt. Das Terrarium soll sich auch optisch von den anderen drei Terrarien unterscheiden.

Jedes Tier hat auch andere Ansprüche an einen anderen Lebensraum, und deswegen haben wir auch jedes Terrarium anders eingerichtet.

Ich trage die Große Astmantis einfach auf meiner Hand vom Backstagebereich in den Ausstellungsraum. Auf diese Weise ist der Transport viel weniger aufregend für das Tier, als wenn ich es in eine Box setzten würde.

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