Nach quälend langer Verletzungspause feierte Patrick Farkas im Cup-Finale überraschend sein Comeback &ndash und stand dann gleich im Mittelpunkt.
Was für ein emotionales Comeback für Salzburgs Patrick Farkas!
Nach einem Kreuzbandriss im Mai des letzten Jahres bestritt der 26-Jährige nach einem Jahr Leidenszeit sein erstes Spiel – ausgerechnet im ÖFB-Cup-Finale gegen den SK Rapid Wien (2:0). Dabei erlebte er eine wahre Achterbahn-Fahrt der Gefühle.
Im Mai 2018 erzielte Farkas beim 4:1-Sieg der "Bullen" über Rapid den Treffer zum 1:0 – sein erstes Tor im Dress der Salzburger. Doch die Freude hielt nur kurz: Im selben Spiel verletzte sich der Verteidiger schwer, erlitt einen Riss des vorderen Kreuzbandes im rechten Knie. Der Beginn einer langen Leidenszeit.
Fast ein ganzes Jahr lang konnte Farkas kein Pflichtspiel bestreiten. Lediglich einen achtminütigen Kurzeinsatz Anfang März gegen den WAC verbuchte der Burgenländer in dieser Bundesliga-Saison. Danach sah es so aus, als würde er in dieser Saison keine einzige Minute mehr für Salzburg auflaufen.
Doch dann erlitt Kapitän Andreas Ulmer nur wenige Tage vor dem Cup-Finale einen Muskelfaserriss. Trainer Marko Rose schenkte daraufhin Farkas das Vertrauen, ließ den gelernten Rechtsverteidiger auf der linken Seite auflaufen. Eine Entscheidung, die sich lohnte. "Solche Geschichten schreibt der Fußball. Ich habe seit einem Jahr kein Bewerbsspiel, außer die zehn Minuten beim WAC, absolviert. Das beweist den Zusammenhalt der Mannschaft", erklärte Farkas nach dem Pokal-Spiel.
Seine lange Verletzungspause war ihm nicht anzumerken. Der früherer Mattersburger beackerte die gesamte linke Seite und stellte Rapid immer wieder vor Probleme. In der 27. Minute der Höhepunkt: Nach einem schönen Doppelpass mit Munas Dabbur versenkte er den Ball mit dem "Spitz" im Netz.
Doch wie beim 4:1 im Mai im letzten Jahr muss Farkas wieder frühzeitig vom Platz. Diesmal allerdings nicht aufgrund einer Verletzung. Nach einem Foul von Maximilian Hofmann an Patson Daka sah Farkas für heftige Kritik am Schiedsrichter seine zweite Gelbe Karte und musste das Feld verlassen.
Am Ende steht Salzburg aber als Cup-Sieger fest und der Frust war verflogen. "Wir haben verdient gewonnen. Wir haben gesagt, dass wir über die Flügel kommen wollen, mit viel Tiefgang. Je länger das Spiel gedauert hat, desto mutiger sind wir geworden. Im Cup-Finale ist man einfach emotional, da ist man im Tunnel. Ich verstehe den Schiedsrichter, dass er mir Gelb-Rot gezeigt hat", analysierte der Salzburger Cup-Held nach Spielende.
(red)