Die wichtigsten Fakten über Olympia von A bis Z

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Am 27. Juli beginnen die Olympischen Spiele 2012 in London. Damit Sie auch wirklich gut vorbereitet sind, hat HEUTE die wichtigsten und interessantesten Fakten von Olympia übersichtlich von A bis Z dargestellt

Am 27. Juli beginnen die Olympischen Spiele 2012 in London. Damit Sie auch wirklich gut vorbereitet sind, hat HEUTE die wichtigsten und interessantesten Fakten von Olympia übersichtlich von A bis Z zusammengestellt.

A - Athleten

Teilnehmen werden über 10.500 Athleten aus über 200 Nationen. Saudi Arabien erlaubt es erstmals, dass auch Frauen zu den Olympischen Spielen fahren dürfen.

B - Bewerbung

Es reichten insgesamt neuen Städte ihre Bewerbung beim Internationalen Olympischen Komitee (IOC) ein. Diese waren Havanna, Istanbul, Leipzig, London, Madrid, Moskau, New York, Paris und Rio de Janeiro. Nachdem Havanna, Istanbul, Leipzig und Rio de Janeiro ausgeschieden sind, wurden die übrigen fünf Städte jeweils für vier Tage vom IOC besucht. Paris galt danach als Favorit. Die Entscheidung ging aber schließlich sehr knapp zugunsten von London aus.

C - Coubertin

Pierre Baron de Coubertin ist der Initiator der modernen Olympischen Spiele. In einem Vortrag 1892 an der Pariser Universität Sorbonne empfahl er zum ersten Mal, die Spiele wiederzubeleben. Er war im IOC zwei Jahre Generalsekretär sowie 26 Jahre Präsident und ist auf Lebzeiten Ehrenpräsident aller Olympischen Spiele.

D - Dopingbekämpfung

Bei den Olympischen Spielen 2012 werden über 5000 Dopingtests vorgenommen - So viele wie noch nie. Es wird auch das Reinigungspersonal geschult, um in den Zimmern der Athleten eventuell Spuren von Doping erkennen zu können. Bei den Winterspielen 2002 hatte eine Reinigungskraft tatsächlich ein Dopingvergehen bei der österreichischen Mannschaft aufgedeckt.

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E - Eröffnungsfeier

Die Eröffnungszeremonie findet am 27. Juli im Olympic Stadium statt. Produzent und künstlerischer Leiter ist der Filmregisseur Danny Boyle. Musikalisch wird die Feier von Rick Smith und Karl Hyde von der Elektronik-Band "Underworld" geleitet. Offiziell eröffnet werden die Spiele von Königin Elisabeth II. Auch Paul McCartney kündigte einen Auftritt an.

F - Fackellauf

Die Fackel wurde traditionsgemäß am 10. Mai in Olympia entzündet und reist seit 18. Mai quer durch das Vereinigte Königreich. Die Strecke, die sie dabei zurücklegt, beträgt ca. 3000 km. Sie wird von 8000 Läufern auf rund 70 Etappen getragen und machte auch einen Abstecher in die irische Hauptstadt Dublin. Während des Fackellaufs finden außerdem zahlreiche kulturelle Veranstaltungen statt.

G - Gewinner

Für die olympischen Gewinner werden zusammen mit den Paralympics rund 4700 Medaillen geprägt. Produziert werden sie von Royal Mint. Auf der Kante sind Sportart und Disziplin eingraviert, an der Vorderseite ist die griechische Siegesgöttin "Nike" abgebildet, auf der Rückseite das olympisiche Logo, die Themse und Linien, welche die Athleten repräsentieren.

H - Hyde Park

Er ist einer der größten und berühmtesten innerstädtischen Parks der Welt und ist auch ein Austragungsort der Olympischen Spiele. Der Triathlon und das Freiwasserschwimmen werden nämlich hier ausgetragen. Platz wurde für 3000 Zuschauer geschaffen.



+++ Die Spielstätten der Olympischen Spiele 2012 +++


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I - Internationales Olympisches Komitee (IOC)

Das IOC ist eine nichtschaatliche Organisation und hat seinen Sitz in Lausanne in der Schweiz. Zu den Aufgaben des Komitees zählt die Organisation und Betreuung der Olympischen Spiele. Es entscheidet, wo die Spiele ausgetragen werden und beansprucht alle Rechte an olympischen Symbolen und an den Spielen selbst.

J - Jobs

Für eine Veranstaltung dieser Größenordnung sind natürlich auch viele Arbeitskräfte nötig. Es arbeiten Menschen aus allen Schichten mit verschiedenen Fähigkeiten und Erfahrung mit. Neben ausgebildeten Fachkräfen helfen auch viele Studenten bei den Olympischen Spielen. Insgesamt arbeiten über 100.000 Menschen in London und dem ganzen Land, um Olympia stattfinden zu lassen.

K - Kritik

Kritiker sehen es als nicht gut an, dass McDonald's ein Pommes-Frittes-Monopol bei den Olympischen Spielen 2012 hat, obwohl die Fast-Food-Kette nicht gerade als gesund gilt. Diverse NGOs protestieren außerdem gegen bestimmte Sponsoren wie BP, Rio Tinto oder Dow Chemical. Auch die Panne mit den Sicherheitskräften brachte London nicht unbedingt positive Kritik ein.

L - Logo

Das Logo der Olympischen Spiele 2012 ist eine abstrakte Darstellung der Zahl 2012 und erinnert ein wenig an Glasscherben. Es kam allerdings in der Öffentlichkeit nicht sehr gut an. Es gab schon Petitionen für eine Änderung des Logos - wenige Stunden nach Veröffentlichung. "The Guardian" beschriebn das Logo als "Lisa Simpson, die London einen Blowjob gibt". Auch der Iran beschwerte sich, da das Logo dem Wort "Zion" ähnlich sehe und daher rassistisch sei. Das Land drohte sogar mit einem Olympiaboykott. Es gab auch eine animierte Version des Logos, welche aber laut der Hilfsorganisation "Epilepsy Action" bei einigen Personen epileptische Anfälle verursacht hat. Das animierte Logo wurde daraufhin wieder aus dem Netz genommen.

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M - Maskottchen

Die offiziellen Maskottchen der Olympischen Spiele und der Paralympics heißen "Wenlock" und "Mandeville". Sie sind benannt nach dem Ort "Much Wenlock", wo ein Vorläufer der moderne Olympischen Spiele ausgetragen wurde, und dem Ort "Stoke Mandeville", wo die ersten Paralympics stattfanden. Sie stellen zwei Stahltropfen der Stahlindustrie in Bolton dar. Ein Kritiker nannte sie allerdings "Ein Ergebnis eines betrunkenen One-Night-Stand zwischen einem Dalek (Figur aus Doctor Who) und einem Teletubby".

N - Nationales Olympisches Komitee (NOK)

Das Nationale Olympische Komitee vertritt die nationalen Interessen des Landes beim Internationalen Olympischen Komitee. Es organisiert auch die olympischen Angelegenheiten auf nationaler Ebene. Weltweit gibt es 205 NOKs, die in der Association of National Olympic Committees (ANOC) vereint sind.

O - Olympischer Gedanke

"Dabei sein ist alles". Dies gilt heute als olympischer Gedanke. Es stellt die Spiele als Fest des Sports dar und stellt das Siegen in den Hintergrund. Das ursprüngliche und eigentlich noch offizielle Motto lautet aber "Citius, altius, fortius", zu deutsch "Schneller, höher, stärker" und steht damit im klaren Gegensatz zum olympischen Gedanken.

P - Paralympics

Die Paralympischen Spiele sind die Olympischen Spiele für Sportler mit Behinderung. Sie werden seit 1960 regelmäßig ausgetragen. Seit 1992 finden sie drei Wochen nach den Olympischen Spielen am gleichen Austragungsort statt. Die ersten paralympischen Winterspiele wurdem 1976 in Schweden ausgetragen. Das öffentliche Interesse an den Paralympics ist im Vergleich zu den Olympischen Spielen aber verschwindend gering.

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Q - Qualifikation

Da nicht alle Sportler eines Landes zu Olympia fahren können, müssen sie sich in nationalen Bewerben qualifizieren. Für Österreich konnten sich dieses Jahr 70 Sportler und Sportlerinnen durchsetzen.

R - Richtlinien

Auch in London gibt es wieder einige Richtlinien, auch wenn sie umstritten sind. So ist es den Sportlern verboten, Fotos von sich ins Netz zu stellen, auf denen Logos von Firmen zu sehen sind, die nicht offizieller Sponsor sind. Es dürfen auch keine Aufnahmen aus dem Olympischen  Dorf online gestellt werden. Videos oder SMS über den sportlichen Verlauf der Spiele sind ebenfalls verboten. Experten sehen darin reine Geschäftemacherei vom IOC.

S - Sicherheit

Die Olympischen Spiele werden von einer privaten Sicherheitsfirma sowie von der Britischen Armee geschützt. 40.000 Sicherheitskräfte sind geplant. Davon sollen 13.500 Soldaten und 10.000 Polizisten sein. Das Militär ist dabei vor allem für die Sicherheit in der Luft verantwortlich.

T - Terror

Die Olympischen Spiele sind immer von Terroranschlägen bedroht. Es ist ein weltweit medienwirksames Event und erregt dadurch viel Aufmerksamkeit, was auch Terroristen anlockt. Um dem entgegenzuwirken, werden auf einem Hochaus Raketenabwehr-Systeme installiert. Außerdem ist ein Kriegsschiff auf der Themse stationiert und auch Kampfjets sind jederzeit einsatzbereit.

U - Ursprung

Die Olympischen Spiele stammen aus der Antike. Sie wurden 600 Jahre lang alle vier Jahre ausgetragen. Es war ein wichtiger Teil der griechischein Kultur und Gesellschaft, denn es kamen Menschen aus allen Schichten zusammen. Diese Tradition erlosch im 6. Jahrhunder n. Chr. aber endgültig. Die modernen Olympischen Spiele gibt es wieder seit Anfang des 20. Jahrhunderts.

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V - Veranstalter

Die Reiseveranstalter in London erwarteten einen Ansturm an Gästen. Allerdings blieb der große Ansturm aus. Es gab sogar einen Buchungsrückgang gegenüber dem Vorjahr. Dies lag wahrscheinlich an den überteuerten Zimmern und der Angst der Touristen, die Stadt sei überfüllt. Nun sinken die Preise wieder auf Normalniveau.

W - Werbung

Die Olympischen Spiele sind das größte Sportevent der Welt. Dementsprechend können Firmen hier auch eine große Zielgruppe ansprechen. Sie zahlen riesige Summen an das IOC, damit sie bei Olympia für ihre Produkte werben dürfen. Dabei sind natürlich alle Konkurrenten ausgeschaltet, die dem Olympischen Komitee nichts gezahlt haben. Dieses Vorgehen steht aber oft in der Kritik und man wirft dem IOC vor, dass sie die Spiele eher wegen den Werbeeinnahmen, nicht wegen des Sports ausrichten.

X - SeX

Bei Olympia geht es offenbar nicht nur um den Sport. Einige Sportler haben ein wenig aus dem Nähkästchen geplpaudert. So soll es bei den Spielen auch abseits der Wettkämpfe heiß hergehen. Und das nicht nur im Bett, auch die Wiese soll ein beliebtes Liebesnest sein. Aber das Olympische Komitee hat vorgesort. 150.000 Kondome liegen für die Athleten und Athletinnen bereit, damit in neun Monaten keine Überraschung ins Haus steht.

Y - YMCA

"Young Men's Christian Association", ein Ort, wo viele junge Menschen zusammenleben und auch Sport betreiben. Bei Olympia nennt man das "Olympisches Dorf". Es liegt im Londoner Stadtteil Stratford und ist gebaut für 17.000 Personen. Es wurde auf einem Gelände errichtet, das zuvor brach lag. Nach den Olympischen Spielen sollen die Gebäude als Sozialwohnungen genutzt werden.

Z - Zukunft

Am Ende der Olympischen Spiele wird das Olympische Feuer traditionell der Stadt übergeben, welche die nächsten Spiele ausrichtet. Heuer wird das Feuer an Rio de Janeiro weitergereicht, welche Olympia 2016 veranstalten wird. Es ist die erste Stadt in Südamerika, der diese Ehre zuteil wird. Die Stadt konnte sich gegen Madrid, Tokio und Chicago durchsetzen.

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