Kurioser Kriminalfall bei den Paralympics in Cortina d'Ampezzo (It). Am Montag berichtete die australische Delegation, dass ihr Maskottchen Bruce verschwunden sei. Es handelt sich dabei um einen mehr als 1,5 Meter großen und einbeinigen Emu aus Messing.
Offenbar lag eine Entführung vor, denn es ging eine schriftliche Lösegeldforderung auf. Darin hieß es, Bruce sei "in Sicherheit und werde gut versorgt. Wir respektieren die Tradition des Maskottchen-Diebstahls, er wird bald zu euch zurückkehren", hieß es in der Mitteilung.
Und tatsächlich: Am Dienstag tauchte Bruce unversehrt wieder auf. Mit einem Hoodie und einem Schal am Bein. Wer hinter der Aktion steckt, wurde vorerst nicht aufgeklärt.
Allerdings könnte es sich um eine "Retourkutsche" der Kanadier handeln. Denn bei den Paralympics 2000 in Sydney sollen die Australier den "Ahornblättern" einen Elch weggenommen haben. Auch dieses Maskottchen war nach der Zahlung einer Art Lösegeld wieder zurückgekehrt.
Für Bruce war es übrigens der zweite "Entführungsfall". Auch 2024 bei den Sommer-Paralympics in Paris verschwand der Messing-Emu und tauchte später wieder auf.