Bare-Knuckle-Kämpfe erobern derzeit den österreichischen Kampfsport. Noch vor wenigen Jahren stand das klassische Boxen im Mittelpunkt, doch nun begeistert diese neue Disziplin vor allem ein junges Publikum. Die Hallen füllen sich zunehmend, und das Interesse wächst rasant. Doch was steckt hinter diesem Trend?
Wie viele Trends ist diese Disziplin eigentlich nichts Neues. Bare-Knuckle-Boxen gehört zu den ältesten Formen des Kampfes, seine Wurzeln reichen bis in die Antike. In der modernen Form entwickelte sich der Stil im England des 17. Jahrhunderts, wo erstmals der Begriff "Bare Knuckle" verwendet wurde und Kämpfe ohne Handschuhe stattfanden. In den vergangenen Jahren erlebt die Disziplin ein starkes Revival und gewinnt jetzt auch in Europa wieder deutlich an Popularität.
Auch in Österreich gewinnt diese Sportart vor allem bei jungen Menschen zunehmend an Beliebtheit. Grund dafür ist die hohe Intensität der Kämpfe: Sie dauern meist nur wenige Minuten, sind dafür aber extrem spannend, da jeder Schlag entscheidend sein kann. Die Vendetta Fight Nights ist hierzulande die größte Organisation, die sich auf Bare-Knuckle-Kämpfe spezialisiert hat. Als einzige Veranstaltung erlaubt sie die härtesten Regeln: Kämpfer treten ohne Handschuhe an, und sogar Ellbogenschläge sind erlaubt.
Im Mittelpunkt der Vendetta Fight Night 47 steht das Duell zwischen Sascha Weinpolter und Alexander Binder, das als Hauptkampf des Abends gilt. Das Aufeinandertreffen Wien gegen Graz sorgt schon im Vorfeld für große Aufmerksamkeit. Die Veranstaltung findet am 11. Oktober 2025 im Hallmann Dome in Wien statt.