Der Abgang von Heinz Lindner trifft die Wiener Austria mitten ins violette Herz. Nachdem der 24-Jährige seinen im Sommer auslaufenden Vertrag am Verteilerkreis nicht verlängern wird, sind die "Veilchen" nun auf der Suche nach einem Nachfolger. Speziell der ehemalige Weltklasse-Tormann Franz Wohlfahrt ist als Sportdirektor gefordert. Hier sind nun fünf mögliche Kandidaten. Von ganz jung bis sehr routiniert.
Der Abgang von Heinz Lindner trifft die Wiener Austria mitten ins violette Herz. Nachdem der 24-Jährige seinen im Sommer auslaufenden Vertrag am Verteilerkreis nicht verlängern wird, sind die "Veilchen" nun auf der Suche nach einem Nachfolger. Speziell der ehemalige Weltklasse-Tormann Franz Wohlfahrt ist als Sportdirektor gefordert. Hier sind nun fünf mögliche Kandidaten. Von ganz jung bis sehr routiniert.
Robert Almer
Als heißester Kandidat auf die Nachfolge von Heinz Lindner im Austria-Tor wird Robert Almer gehandelt. Der 31-jährige ÖFB-Teamtorhüter ist mit seiner Reservistenrolle in Hannover unzufrieden, hat in der laufenden Saison nur ein Spiel für das zweite Team der Niedersachsen in der Regionalliga Nord bestritten.
Der Vertrag Almers läuft Ende Juni aus. Der ÖFB-Teamkeeper wäre ablösefrei zu haben. Almer spielte allerdings bereits von 2008 bis 2011 am Verteilerkreis, absolvierte 21 Bundesliga-Spiele für die Veilchen, kam aber an Lindner nicht vorbei.
Was spricht dafür?
Robert Almer ist Österreichs Teamtorhüter
Almer strahlt viel Ruhe aus, ist routiniert
Almer kostet keine Ablöse
Was spricht dagegen?
Almer hat die Austria 2011 verlassen, kam an Lindner nicht vorbei.
Almer ist mit 31 nicht mehr der Jüngste, ist ein Keeper mit Ablaufdatum.
Almer hat abgesehen von Einsätzen im Nationalteam keine Spielpraxis.
Andreas Leitner
Auch Andreas Leitner wird immer wieder als möglicher Nachfolger von Heinz Lindner im Austria-Tor hoch gehandelt. Seinen Vertrag bei der Admira wollte der 21-Jährige zuletzt nicht verlängern, verlor daraufhin seinen Stammplatz bei den Südstädtern. Nach kritischen Aussagen über die Vereinsführung wurde Leitner aus dem Admira-Kader geworfen. Nichts desto trotz gilt der ÖFB U21-Teamtorhüter als eines der größten Talente zwischen den Pfosten.
Was spricht dafür?
Andreas Leitner gilt als großes Talent, ist ein Mann für die Zukunft
Trotz seiner Jugend konnte Leitner in 27 Bundesliga-Spielen für die Admira Erfahrung sammeln
Leitners Vertrag läuft im Sommer aus.
Was spricht dagegen?
Mit seiner Jugend ist Leitner nicht der erfahrene Leitwolf, den die Austria auch auf dem Feld sucht.
Leitner ist aus dem Kader geflogen, hat seit Runde 15 kein Spiel in der Bundesliga bestritten.
Thomas Vollnhofer
Der SC Wiener Neustadt ist zwar im Abstiegsstrudel. Thomas Vollnhofer bringt trotzdem Woche für Woche eine gute Leistung. Der 30-Jährige ist routiniert, hat sich mit dem SKN St. Pölten aus der Regionalliga in die Erste Liga hochgearbeitet, dann den Wechsel nach Neustadt geschafft. Auch der Vertrag Vollnhofers endet im Juni, doch im Falle des Klassenerhalts müchten die Niederösterreicher den Keeper länger binden.
Was spricht dafür?
Vollnhofer kann in einem schwachen Team überzeugen.
Der Neustadt-Tormann wäre eine günstige Lösung
Was spricht dagegen?
Vollnhofer ist bereits 30, aber nicht besonders routiniert. International unerfahren
Vollnhofer müsste bei einer Spitzenmannschaft erst seine Klasse unter Beweis stellen.
Alexander Walke
Alexander Walkes Vertrag bei Red Bull Salzburg läuft im Sommer aus. Mit Peter Gulasci und Cican Stankovic, der von Grödig geholt wird, stehen zwei starke Keeper bei der Hütter-Elf unter Vertrag. Der Deutsche ist ein routinierter Mann, der viel erlebt hat, auch ins zweite Glied zurücktreten kann. Ein echter Teamplayer mit Ecken und Kanten und international erfahren.
Was spricht dafür?
Walke ist Bundesliga- und Europa League-erfahren.
Walke hat beim besten Klub Österreichs, auch als Ersatzmann, seine Klasse unter Beweis gestellt
Was spricht dagegen?
Walke wäre nach einem lukrativen Engagement bei den "Bullen" sicher nicht die billigste Lösung
Walke konnte sich bei Red Bull Salzburg nicht gegen Gustafsson und Gulasci durchsetzen.
Osman Hadzikic
Die einfachste Lösung für die Wiener Austria wäre die Nummer zwei zum "Einser" zu machen. Osman Hadzikic ist jung und international unerfahren, gilt aber als eine der Zukunftshoffnungen im ÖFB-Team. Der U19-Teamkeeper hat einen bis 2018 laufenden langfristigen Vertrag am Verteilerkreis. Gilt als der logische Erbe Lindners. Die Unerfahrenheit in einer schwierigen Situation bei den Veilchen spricht gegen den 19-Jährigen.
Was spricht dafür?
Hadzikic ist als jetzige Nummer zwei im Verein integriert, kennt die Mechanismen am Verteilerkreis.
Hadzikic ist ein Riesentalent, hat seine Qualität mit einem fehlerfreien Bundesliga-Debüt unter Beweis gestellt.
Hadzikic hat einen langfristigen Vertrag bei der Austria.
Was spricht dagegen?
Der 19-Jährige ist der Unerfahrenste unter den Genannten. Nur ein Bundesliga-Spiel.
Hadzikic ist als Lindner-Nachfolger in einer schwierigen Situation bei der Austria von Anfang an unter Druck.
Wohlfahrt, der erfahrene Torhüter schätzt, könnte das junge Talent nicht verheizen wollen.