Wien wird wieder zur Kurzfilm-Hauptstadt: Mit den Vienna Shorts startet diese Woche eines der wichtigsten Kurzfilmfestivals Europas. Insgesamt 352 Filme aus 66 Ländern flimmern bis 31. Mai über die Leinwände der Stadt – von politischen Dokus bis zu schrägen Late-Night-Streifen.
Für die 23. Ausgabe wurden aus rund 6.000 Einreichungen die besten Produktionen ausgewählt. 84 Filme kämpfen heuer in vier Wettbewerben um Preisgelder von insgesamt mehr als 30.000 Euro – und um begehrte Qualifikationen für Oscars, BAFTAs und die European Film Awards.
Das Festival steht diesmal unter dem Motto "Eyes Wide Open: Matters of Attention". Im Fokus: unsere Aufmerksamkeit in Zeiten von Dauer-Scrollen, Reizüberflutung und digitalem Stress. "Wir wollen Räume schaffen, in denen man wieder genauer hinsieht", erklärt der neue künstlerische Leiter Max Bergmann.
Neben gesellschaftspolitischen Themen setzt Vienna Shorts auch auf Unterhaltung: In den "Late Night"-Programmen gibt’s Horror, Trash, Erotik und schwarze Komödien zu sehen. Dazu kommen Publikumslieblinge aus aller Welt, Live-Events und zahlreiche Talks mit Filmschaffenden.
Neu ist heuer außerdem ein Publikumspreis für den besten österreichischen Dokumentarfilm. Die Auszeichnung ist mit 2.500 Euro dotiert und soll heimischen Produktionen mehr Aufmerksamkeit verschaffen.
Eröffnet wird das Festival am Dienstag im Gartenbaukino – mit internationalen Gästen, sechs ausgewählten Kurzfilmen und Moderatorin Denice Bourbon.