Die Jazz-Welt trauert um eine ihrer größten Ikonen: Sonny Rollins ist tot. Der legendäre Saxofonist starb im Alter von 95 Jahren in seinem Zuhause im US-Bundesstaat New York, wie gestern auf seiner Website bekanntgegeben wurde.
Rollins galt als einer der bedeutendsten Jazzmusiker aller Zeiten. Nicht umsonst wurde er ehrfürchtig "Saxophone Colossus" genannt – so hieß auch sein legendäres Album aus dem Jahr 1956. Darauf zu hören: sein wohl bekanntester Song "St. Thomas", der bis heute als Jazz-Klassiker gefeiert wird.
Doch Rollins’ Leben verlief nicht immer harmonisch. Der Musiker kämpfte in jungen Jahren mit Heroinabhängigkeit und war zeitweise sogar obdachlos. Später fand er Halt im Yoga – eine Leidenschaft, die ihn jahrzehntelang begleitete. Die Übungen hätten ihm geholfen, von Drogen und Alkohol wegzukommen, erzählte er vor einigen Jahren. Mit Sonny Rollins verliert die Musikwelt einen Künstler, der Jazz-Geschichte geschrieben hat.