LG Electronics hat für seine TV-Produktlinie des Jahres 2026 mehrere internationale Umwelt-Zertifizierungen erhalten. Damit will der Konzern zeigen, dass Nachhaltigkeit bei Fernsehern zunehmend wichtiger wird. Im Mittelpunkt stehen laut Unternehmen geringere CO₂-Emissionen, ein reduzierter Einsatz von Kunststoff und mehr recycelte Materialien. Ausgezeichnet wurden die Geräte unter anderem von der Klimaberatung Carbon Trust, der Prüf- und Zertifizierungsorganisation Intertek sowie von Koreas E-Cycle Governance.
Bewertet wurden dabei verschiedene Bereiche entlang des gesamten Produktlebenszyklus – von der Herstellung über die Nutzung bis hin zum Recycling nach dem Ende der Verwendung. Besonders im Fokus stehen die OLED-Modelle des Unternehmens. Laut LG sollen OLED-TVs im Jahr 2026 im Vergleich zu einer vergleichbaren Anzahl an LCD-Fernsehern rund 15.000 Tonnen Kunststoff einsparen. Gleichzeitig könnten die CO₂-Emissionen um etwa 80.000 Tonnen sinken. Hintergrund ist unter anderem die Bauweise der Geräte.
OLEDs benötigen keine zusätzliche Hintergrundbeleuchtung, wodurch weniger Bauteile und Materialien verbaut werden müssen. Mehrere OLED-Modelle erhielten zum sechsten Mal in Folge die Zertifizierungen "Reducing CO₂" und "Measured CO₂" des Carbon Trust. Die unabhängige Organisation untersucht Emissionen eines Produkts über den gesamten Lebenszyklus hinweg. Dazu zählen die verwendeten Materialien, die Produktion, der Energieverbrauch und auch die Entsorgung beziehungsweise Wiederverwertung.
Die Zertifizierungen gelten je nach Modell und Region unterschiedlich. Die OLED-evo-G6-Modelle mit 83, 77 und 65 Zoll bekamen die Auszeichnung "Reducing CO₂". Beim 55-Zoll-Modell derselben Serie gibt es Unterschiede zwischen Europa und anderen Märkten. Außerhalb Europas erhielt auch dieses Modell die "Reducing CO₂"-Zertifizierung, innerhalb Europas dagegen die Einstufung "Measured CO₂". Zusätzlich erhielt die TV-Produktlinie 2026 von Intertek die Zertifizierung "Resource Efficiency".
Bewertet wurden dabei insgesamt acht Serien. Berücksichtigt wurden Kriterien wie Materialeffizienz, Reparierbarkeit, Energieverbrauch und der Anteil recycelter Materialien. Zu den geprüften Modellreihen zählen unter anderem die Serien W6, G6, C6, B6 und QNED85. Auch beim Recycling verweist LG auf Fortschritte. Nach Angaben des Unternehmens wurden in den vergangenen drei Jahren rund 20.000 Tonnen Kunststoff aus alten Geräten wiederverwertet. Für 2026 plane man, den Anteil recycelter Kunststoffe weiter zu erhöhen.
Zum vierten Mal in Folge erhielten zudem mehrere Modelle die Auszeichnung "E-Cycle Excellent Products" der koreanischen Organisation E-Cycle Governance. Bewertet werden dort unter anderem recyclingfreundliches Design, die einfache Zerlegung der Geräte und ein reduzierter Einsatz gefährlicher Stoffe. Neu ausgezeichnet wurde diesmal auch der Lifestyle-Fernseher StanbyME 2 mit 32 Zoll. Zusätzlich erhielten mehrere Geräte der OLED-evo-C6-Serie die Zertifizierung, darunter die Modelle mit 55, 48 und 42 Zoll.
Auch beim Energieverbrauch nennt LG konkrete Werte. Während der Nutzungsphase erreichten der 83-Zoll OLED evo G6 sowie die 83- und 77-Zoll-Varianten des OLED evo C6 erstmals die EU-Energieeffizienzklasse D. Lee Choong-hwoan, Leiter des Display-Geschäfts bei der LG Media Entertainment Solution Company, erklärte dazu: "Unsere TV-Produktlinie 2026 zeigt, wie ökologische Verantwortung und Premium-Performance auf sinnvolle Weise zusammenkommen können."
Die Zertifizierungen würden laut ihm "für messbare Fortschritte darin" stehen, "wie wir unsere Produkte über ihren gesamten Lebenszyklus hinweg entwickeln, herstellen und managen". Der Elektronikmarkt steht seit Jahren unter Druck, Geräte energieeffizienter und ressourcenschonender zu machen. Gerade Fernseher gelten wegen ihrer Größe, ihres Stromverbrauchs und der verwendeten Materialien als besonders relevante Produktgruppe. Hersteller versuchen deshalb zunehmend, Umwelt-Zertifizierungen als Nachweis für nachhaltigere Produktion zu nutzen.