Wer kennt es nicht: Man steht mit dem Einkaufswagen an der Kasse, und die Schlange wird immer länger. Bei Penny soll das künftig der Vergangenheit angehören. Die Rewe-Tochter setzt auf ein neues KI-System namens "Eagle Eye", das Warteschlangen automatisch erkennt.
Die Technologie funktioniert über Deckenkameras, die die Kassenzone analysieren. Sobald sich mehr als fünf Kunden an einer Kasse anstellen, erhalten die Mitarbeiter einen Hinweis. So können sie rechtzeitig eine weitere Kasse öffnen.
Wie es in einer Pressemeldung der Rewe Group heißt, soll das System die Mitarbeiter entlasten und die Abläufe im Markt effizienter gestalten. Die endgültige Entscheidung, ob eine neue Kasse geöffnet wird, liegt aber weiterhin beim Personal.
Beim Thema Datenschutz gibt das Unternehmen Entwarnung. Laut Lukas Föempe, Product Owner Store Automation Solution bei Rewe Digital, werden alle Daten lokal im Markt verarbeitet und verlassen diesen nicht. Die Anonymität der Kunden bleibe dadurch gewahrt.
Auch Alexander Kelleter, Projektleiter Digitalisierung bei Penny, betont: Das System dient nicht dazu, die Leistung der Mitarbeiter zu überwachen. Es gehe ausschließlich darum, Abläufe zu optimieren.
Die KI erkennt keine Gesichter, sondern nur abstrahierte Körperformen – sogenannte "Skelette". Der Grund: Aus der Vogelperspektive sehen Menschen völlig anders aus als auf normalen Fotos. Deshalb wurde ein eigenes Modell entwickelt, das Kunden auch aus der Deckenperspektive zuverlässig erkennt.
Das System soll im Laufe dieses Jahres schrittweise in mehreren Penny-Filialen eingeführt werden. Der Discounter wäre damit deutscher Vorreiter bei der KI-gestützten Kassenerkennung.