Bußgeld trotz Blaulicht

Feuerwehrmann geblitzt! Jetzt kündigt er nach 34 Jahren

Ein Feuerwehrmann wurde im Einsatz geblitzt. Trotz Blaulicht soll er Strafe zahlen – nach 34 Jahren hat er genug: "Die wollen mich verarschen."
Digital  Heute
29.05.2026, 14:40
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In der sächsischen Kleinstadt Taucha sorgt ein Fall für Aufsehen: Ein Mitglied der Freiwilligen Feuerwehr wurde während einer Einsatzfahrt von einem Radargerät erfasst – mit 69 km/h in einer 30er-Zone.

Die Behörde zeigte sich wenig nachsichtig: Sie verhängte ein Bußgeld von 369 Euro, zwei Punkte in Flensburg und ein einmonatiges Fahrverbot. Der Feuerwehrmann legte Einspruch ein, der Fall liegt jetzt beim Amtsgericht.

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Wie "Chip" berichtet, war der Mann im Mai 2025 mit einem Drehleiter-Fahrzeug zu einem gemeldeten Brand unterwegs. "Ich habe gedacht, die wollen mich verarschen. Geblitzt auf Einsatzfahrt", sagte er gegenüber dem Sachsen Fernsehen.

Nach 34 Jahren ist Schluss

Für den erfahrenen Brandbekämpfer ist die Sache klar: Nach 34 Jahren im Dienst hat er seinen Rücktritt erklärt. "Ich war wirklich richtig fassungslos", betonte er.

Der Fall hat weitreichende Folgen. Auch andere Mitglieder der Feuerwehr traten zurück und übten deutliche Kritik am Vorgehen der Stadt. Viele Einsatzkräfte fühlen sich nun verunsichert.

Sonderrechte sind kein Freifahrtschein

Rechtlich bewegen sich Einsatzfahrten in einem Graubereich. Laut Straßenverkehrsordnung dürfen Feuerwehr und Rettungskräfte zwar Tempolimits überschreiten – allerdings nur, wenn die Sicherheit im Straßenverkehr nicht gefährdet wird.

Der Bürgermeister von Taucha betonte, dass die Sonderrechte kein Freifahrtschein seien. Er kündigte an, die Zusammenarbeit mit der Feuerwehr zu verbessern. Das Problem: Einheitliche Vorgaben fehlen bundesweit – jede Kommune bewertet solche Fälle unterschiedlich.

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