Kein Wäsche-Allrounder

Dieses Waschprogramm nutzt du wahrscheinlich falsch

Was viele für die beste Option halten, ist oft unnötig. Warum du deine Kleidung nicht immer auf "Pflegeleicht" waschen solltest.
Heute Life
24.04.2026, 14:20
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Ein schneller Dreh am Programmrad, ein kurzer Blick aufs Etikett – und schon landet alles im "Pflegeleicht"-Modus. Klingt nach der einfachsten Lösung für den Alltag. Doch was viele nicht wissen: Der vermeintlich unkomplizierte Waschgang ist nicht immer die beste Wahl.

Irreführender Name

Tatsächlich ist das "Pflegeleicht"-Programm aber für Textilien gedacht, die besonders schonend behandelt werden müssen – etwa synthetische Stoffe wie Polyester, Nylon oder Mischgewebe. Diese Materialien knittern schnell oder reagieren empfindlich auf starke Reibung.

Das entsprechende Symbol (ein Waschbottich mit einem Strich darunter) zeigt an, dass Vorsicht gefragt ist. Viele greifen jedoch automatisch zu diesem Programm, auch wenn es gar nicht nötig wäre.

Nicht zu verwechseln mit Feinwäsche

Noch sensibler ist die Feinwäsche: Sie ist für besonders zarte Stoffe wie Spitze oder Dessous gedacht und wird durch zwei Striche unter dem Waschsymbol gekennzeichnet. Hier gelten noch strengere Regeln: weniger Wäsche, niedrigere Temperaturen und eine deutlich geringere Schleuderzahl.

Der Unterschied ist entscheidend – denn wer das falsche Programm wählt, riskiert entweder unnötigen Verschleiß oder eine unzureichende Reinigung.

Schonend, aber nicht effizient

Beide Programme – Pflegeleicht und Feinwäsche – haben eines gemeinsam: Sie sind auf Schonung ausgelegt. Das bedeutet mehr Wasser, weniger Bewegung und geringere Schleuderdrehzahlen. Klingt gut für die Kleidung, hat aber einen Haken. Die Trommel darf nur teilweise gefüllt werden, oft maximal zur Hälfte oder sogar nur zu einem Viertel. Gleichzeitig verbrauchen diese Programme mehr Wasser als klassische Waschgänge.

Wann "Pflegeleicht" wirklich sinnvoll ist

Der Schonwaschgang hat durchaus seine Berechtigung: Empfindliche Blusen, Sportkleidung oder synthetische Stoffe profitieren von der sanften Behandlung. Auch Klamotten, die schnell knittern, bleiben so länger in Form. Für robuste Baumwollteile oder Alltagswäsche ist das Programm meist überflüssig. Hier reicht ein normales Waschprogramm völlig aus – und spart gleichzeitig Energie.

Die bessere Alternative

Wer nachhaltig waschen möchte, sollte bewusst entscheiden. Nicht jedes Kleidungsstück braucht ein Schonprogramm. Ein Blick aufs Etikett hilft, die richtige Wahl zu treffen. Sehr empfindliche Teile können zudem per Hand gewaschen werden.

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