Diese Rabatte werden jetzt bei Billa Plus eingestampft

Die heimischen Merkur-Supermärkte heißen ab jetzt Billa Plus.
Die heimischen Merkur-Supermärkte heißen ab jetzt Billa Plus.Johann Schwarz / SEPA.Media / picturedesk.com
Merkur ist zu Billa Plus geworden. Die Supermarkt-Kette lockt nun mit extremen Eröffnungsangeboten – gleichzeitig werden beliebte Rabatte gestrichen.

Merkur hat Billa geheiratet und dessen Namen angenommen. Seit Ostern firmieren die 144 Märkte von Merkur unter Billa Plus. Diese Hochzeit seiner beiden großen Supermarkt-Ketten feiert der Rewe-Konzern mit zahlreichen Angeboten. "Partypreise", "Extrem Aktionen", und die "größte Preissenkung" sollen die Kunden von der Umstellung überzeugen – "Heute" berichtete.

In einem Interview mit dem Magazin "Cash" enthüllt der Marketing-Leiter von Billa, Christian Rausch, dass dieser Rabattsegen nicht nur nicht von Dauer sein wird, sondern auch seinen Preis hat. Einige der früheren, bei Kunden durchaus beliebten Rabattaktionen werden komplett eingestampft.

"Daher haben wir aufgeräumt"

"Wir wissen, dass unsere Kunden Aktionen und Rabatte schätzen. Wir wissen aber auch, dass sie unsere Aktions- und Rabattwelt teils zu kompliziert und unübersichtlich fanden. Daher haben wir aufgeräumt", erklärt Rausch.

Deshalb werden jetzt die Dauertiefpreise, "Ich such's mir aus" und "Satte Rabatte" gestrichen.

Blick auf neu gestalteten Billa Plus in der Sterngasse, Wien.
Blick auf neu gestalteten Billa Plus in der Sterngasse, Wien.Johann Schwarz / SEPA.Media / picturedesk.com

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Im Gegenzug würden die Preise von 2.000 Produkten gesenkt. Künftig wolle man bei Billa / Billa Plus auf "punktgenaue Angebote, statt auf einen noch höheren Aktionsanteil" setzen, führt Rausch aus. Er muss allerdings den Erwartungen der Kunden noch einen Dämpfer verpassen. 

"Bitte beachten Sie: Das ist eine Eröffnungskampagne mit Eröffnungspreisen, wie es sie überall im Handel gibt." Die derzeitigen Aktionsangebote haben also ein Ablaufdatum.

"Nicht die große Gleichmacherei"

Die großen Sorgen einiger Kunden, dass die beiden Ketten künftig zu "Einheitsbrei" werden und bei Billa Plus die Merkur-Alleinstellungsmale irgendwann dem Rotstift zum Opfer fallen könnten, tritt der Marketing-Leiter offen entgegen: "Zunächst ist es nicht die große Gleichmacherei: Angebote wie die Markt-Konditorei, die Feinkost oder die Wein-Beratung wird es weiterhin bei Billa Plus geben."

Die Ex-Merkur-Märkte sollen weiterhin ein großes Sortiment für den Vorrats- und Wocheneinkauf sowie Inspirationen für Kulinarik und Exotisches bieten. Die in der Regel kleineren Billa-Filialen hätten nach wie vor die Aufgabe, "als Nahversorger immer da zu sein". 

"Wichtig ist, dass die Kunden des ehemaligen Merkur ihre Filiale nicht verlieren, nur, weil etwas anderes über der Tür steht", so Rausch abschließend.

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