Diese Regeländerungen im Fußball gelten ab Samstag

Die FIFA greift durch. Ab dem 1. Juni werden die Fußball-Regeln wieder geändert. Hier ein Überblick, worauf wir uns einstellen müssen.

Auswechslungen, Rote Karten für Trainer bis hin zum Zeitspiel. Ab Samstag gelten neue Fußball-Regeln. Modifikationen legte das für Regelfragen zuständige International Football Associations Board (IFAB) bei seiner Jahrestagung.

Kurios: Im Champions-League-Finale, dem Finalturnier der Nations League und den EM-Qualifikationsspielen gelten diese neuen Regeln noch nicht, da sie die UEFA erst ab dem 25. Juni anwendet.

Handspiel

Die wichtigste Änderung vorneweg: die Handspielregel. Wichtig ist, dass der Begriff "unabsichtlich" aus dem Regelbuch gestrichen wird. Tore, die mit der Hand erzielt werden, zählen künftig auf jeden Fall nicht mehr. Auch wenn es kein absichtliches Handspiel war. Gleiches gilt für ein Hands in der Entstehung eines Treffers. Dies gilt ausschließlich für die Offensive.

Problematisch bleibt allerdings die Beurteilung von Handspielen bei Defensivspielern. Das liegt weiterhin im Ermessen des Schiedsrichters. Eine einheitliche Linie fehlt weiterhin.

Rot für Trainer

Eine der wichtigsten Regeländerungen betrifft die Trainer und Klub-Funktionäre. Auch sie können nun für schwere Vergehen die Gelbe oder Rote Karte sehen. Bislang konnten sie lediglich mündlich verwarnt oder auf die Tribüne geschickt werden. So soll eine eindeutige Sanktion gegen Betreuer sichtbar werden.

Freistöße

Diese Regeländerung kann das Schießen von Freistößen deutlich erschweren. Künftig dürften keine Spieler der angreifenden Mannschaft als Brecher in der Mauer stehen, müssen stattdessen einen Meter Abstand halten. So soll es keine Rangeleien in der Mauer geben.

Auswechslung

Um die leidige Zeitschinderei bei Auswechslungen in Zukunft zu verhindern, wurde diese Regel geändert. Ein ausgetauschter Spieler muss den Platz auf kürzestem Wege verlassen, also zur nächstgelegenen Outlinie laufen. Aktuell passieren Auswechslungen auf der Höhe der Mittellinie.

Schiedsrichter nicht mehr Luft

Bisher hieß es stets: "Der Schiedsrichter ist Luft". Doch das gilt in Zukunft nicht mehr. Sollte der Unparteiische in einer entscheidenden Situation den Ball berühren, kann es mit einem Schiedsrichterball weitergehen.

Abstoß

Eine wichtige Regeländerung für den Spielaufbau. Künftig muss ein vom Tormann abgespielter Abstoß nicht mehr außerhalb des Strafraums angenommen werden. Bisher musste der Anspielpartner stets außerhalb des Strafraums stehen. Wenn dies nicht der Fall war, wurde der Abstoß wiederholt. Mit dem neuen Platz für Pässe soll die Möglichkeit, Pressingsituationen auszuspielen, gegeben werden.

Münzwurf

Eine Regel, die dem Gewinner des Münzwurfs vor dem Anpfiff mehr Möglichkeiten gibt. Bisher konnte der Sieger des Münzwurfs nur die Seite wählen, hatte den Anstoß im zweiten Durchgang. Nun kann er sich entweder für die Seite oder für den Anstoß entscheiden.

Elfmeter

Eine weitere Regeländerung greift bei Strafstößen. Torhüter müssen bei der Ausführung des Penaltys nur noch mit einem Bein auf der Torlinie stehen, haben damit eine bessere Möglichkeit, den Elfmeter zu parieren.

Rückpass

Die Rückpassregel wird in einem Detail verändert. Künftig darf der Torwart nach einem verunglückten Abschlag in Folge eines Rückpasses den Ball in die Hand nehmen. (wem)

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