27-Jährige teilt dieses Selfie, wird Lebensretterin

Narben, Schwielen, Verbrennungen: Würden Sie so an die Öffentlichkeit gehen? Tawny tat's und ersparte damit anderen ein ähnliches Schicksal.

Für den perfekten Teint bräunte sich Tawny Willoughby aus Kentucky (USA) sechsmal pro Woche im Solarium. Vor zwei Jahren spielte ihr Körper nicht mehr mit. Diagnose: Hautkrebs. Die Behandlung entstellte ihr Gesicht. Aber statt sich zu verkriechen, knipste die damals 27-Jährige ein Foto von ihren Narben und teilte es auf Facebook.

Ein mutiger Schritt, der vielleicht sogar einige Leben gerettet hat. Denn das Schockfoto schlug in den sozialen Medien wie eine Bombe ein und warnte Hunderttausende vor der UV-Falle. Eine Studie des Journal of Preventative Medicine ergab: Als Tawnys Selfie viral wurde, stiegen die Google-Suchanfragen nach dem Stichwort "Hautkrebs" um 160 Prozent an.

Inzwischen hat die Amerikanerin die Krankheit besiegt. Vorerst, denn "sie kann jederzeit wiederkommen. Bei mir wurde schon sechsmal Melanome diagnostiziert." Ein Trost sei ihr, dass ihre Warnung vor der künstlichen Bräune vielleicht anderen ein ähnliches Schicksal erspart.

Hautkrebs: Die Risiken

Solarienbesuche gelten als einer der größten Risikofaktoren für Hautkrebs. Besonders Menschen, die mehr als 40 Pigmentflecken haben, bereits an einer Vorstufe von Hautkrebs leiden oder diesen besiegt haben, sollten Solarien auf jeden Fall meiden.

Besondere Vorsicht ist geboten, wenn ein naher Verwandter wie Bruder, Schwester oder ein Elternteil an Hautkrebs erkrankt sind.

Gefährlich ist die psychische Abhängigkeit von Sonnenstudios. Tanorexie, die Bräunungssucht wird besonders bei jüngeren Menschen zu einem immer größeren Problem. Wenn die Betroffenen mehrere Tage kein Sonnenstudio besuchen, stellen sich ähnlich wie bei einem Drogenabhängigen Entzugserscheinungen ein. (red)

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