Unglaublich, aber wahr: Auf einigen Flecken Europas wird trotz Coronavirus-Pandemie noch Leistungssport betrieben. Vor allem England scheint den Ernst der Lage nicht erkannt zu haben.
In Österreich kletterte am Sonntag die Zahl der an COVID-19 erkrankten Personen auf über 800 an. Die Politik verordnete der Bevölkerung harte Regelungen, um den rasanten Patienten-Anstieg zu bremsen. So ist es etwa allen Fußball-Vereinen untersagt, zu trainieren.
Nicht überall auf der Welt hat man den Ernst der Lage erkannt. Vereinzelt wird sogar noch Leistungssport auf Wettkampf-Ebene betrieben.
In London findet zum Beispiel aktuell die europäische Olympia-Quali fürs Boxen statt – wenn auch vor leeren Zuschauerrängen. Der Tiroler Edin Avdic scheiterte gleich zum Auftakt. "Ehrlich gesagt ist hier in London alles relativ ruhig. Man kriegt gar nicht so viel mit", wird die deutsche Teilnehmerin Nadine Apetz im "Spiegel" zitiert.
Auch im Darts-Sport geht es weiter. Der Weltverband PDC trägt an diesem Wochenende das "Players Championship"-Turnier in Barnsley. DAZN überträgt live. Der Österreicher Rowby-John Rodriguez trat freiwillig die Heimreise an.
Und auch gekickt wird auf der Insel noch – nämlich in der fünften Liga. Das stößt freilich auf wenig Gegenliebe. "Wir müssen uns nicht in diese Lage bringen, und trotzdem machen wir es, das ist bescheuert", sagt etwa John Pemberton, Trainer des FC Chesterfield. Der Klub hatte ein Auswärtsspiel im mehr als 200 Meilen entfernten Dover bestritten. "Wir haben alle Familien. Ich habe einen 81 Jahre alten Vater, der allein lebt, und ich kann ihn jetzt nicht besuchen, weil ich nicht weiß, wo wir stehen."
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