Eigentlich wären sie mit Jahresende ausgelaufen, doch Wirtschaftsminister Wolfgang Hattmannsdorfer hat nun doch noch die Spritpreis-Verordnungen und den Spritpreisrechner verlängert. "Gerade in einer Zeit, in der Preise stark schwanken und viele Menschen genau auf jeden Euro schauen müssen, bleibt eines entscheidend: Transparenz schützt vor unfairen Aufschlägen", so der Minister.
"Mit der Verlängerung der Spritpreis-Verordnungen sichern wir stabile Regeln, stärken den Wettbewerb und halten die Preise spürbar niedriger. Das ist gelebte Verantwortung für alle Verbraucherinnen und Verbraucher – und ein Beitrag zu fairen Bedingungen am Markt."
Europaweit ist Österreich bei den Treibstoffpreisen zwar überdurchschnittlich teuer, im Vergleich mit dem Euroraum fährt man hierzulande aber billiger. Der Liter Euro-Super ist in Österreich 17,7 Cent billiger, bei Diesel sind es 5,7 Cent weniger. Stark schwankende Preise gehören ebenso der Geschichte an. Seit 2011 dürfen Preiserhöhungen nur um 12 Uhr mittags stattfinden, Preissenkungen sind hingegen jederzeit möglich.
Zur Preistransparenz beitragen soll auch der Spritpreisrechner, den die E-Control im Auftrag des Ministeriums erstellt. Alle Tankstellenbetreiber müssen dort ihre aktuellen Preise einmelden. Diese Regelung und der Spritpreisrechner finden seit ihrer Einführung große Beachtung in der Europäischen Union. Ähnliche Regelungen wurden bisher in Deutschland und Frankreich eingeführt, in Großbritannien wird darüber diskutiert.
Wie schon in der Vergangenheit üblich, sind die Verordnungen erneut um einen Zeitraum von drei Jahren verlängert worden und werden mit 01.01.2026 in Geltung treten.