Wenn es um die Spitzengastronomie geht, denken viele zuerst an Paris, Tokio oder Kopenhagen. Doch aktuell liegt der wichtigste Food-Hotspot der Welt woanders: in Lima, der Hauptstadt Perus. Gleich vier Restaurants der Stadt haben es in die Liste der 50 besten Restaurants der Welt geschafft.
Die Grundlage für Limas kulinarischen Erfolg liegt in der einzigartigen geografischen Lage Perus. Zwischen Pazifikküste, Andenhochland und Amazonasgebiet entsteht eine Produktvielfalt, die ihresgleichen sucht. Frischer Fisch aus dem Humboldtstrom, über 3.000 Kartoffelsorten aus den Anden und exotische Früchte aus dem Regenwald bilden die Basis.
Wie esquire.de berichtet, vereint die peruanische Küche Einflüsse aus verschiedenen Kulturen: indigene Traditionen der Inka treffen auf spanisches Kolonialerbe und japanische Einwanderer-Techniken. Das Ergebnis sind Gerichte wie Ceviche, roher Fisch in Limettensaft mit Chili, oder Lomo Saltado, ein Rindfleisch-Stir-Fry mit asiatischem Touch.
Besonders die sogenannte Nikkei-Küche hat internationale Strahlkraft entwickelt. Diese Stilrichtung verbindet japanische Techniken mit peruanischen Zutaten. Das Restaurant Maido in Lima gilt als eines der bekanntesten Nikkei-Lokale weltweit und wurde aktuell zum besten Restaurant der Welt gekürt.
Koch Mitsuharu Tsumura gründete das Maido vor 16 Jahren. "Die Verschmelzung von Geschmacksrichtungen im Maido ist spektakulär", schwärmt eine Besucherin. Auf den Plätzen zwei und drei folgen ein baskisches Restaurant in Spanien und ein Lokal in Mexiko-Stadt.
Übrigens: Das Wiener Steirereck schaffte es auf Platz 33 der renommierten Liste. Die Jury lobte das Lokal als "Österreich auf dem Teller" mit einer "Geschichtsstunde der österreichischen Gastronomie mit zeitgenössischem Flair".