Seit Jahrzehnten sorgt Österreich auf der großen ESC-Bühne für Emotionen - mal mit hinteren Platzierungen, mal mit Siegen, mal mit überraschenden Sensationen. Während einige heimische Acts mit null Punkten nach Hause kamen, schafften andere es, sich einen fixen Platz in der Geschichte des Eurovision Song Contests zu sichern.
Gleich drei Jahre in Folge versuchte Udo Jürgens beim ESC für Österreich sein Glück: Und das ganz und gar nicht erfolglos. 1964 und 1965 erreichte er die Top Ten. Beim dritten Versuch folgte dann die Sensation und er schrieb Geschichte: Mit "Merci Cherie" holte er den allerersten Sieg für Österreich. Und was damals niemand ahnen konnte: Der nächste erste Platz ließ knapp 50 Jahre auf sich warten.
Doch auch ohne Sieg sorgten österreichische Acts in den nächsten fünf Jahrzehnten immer wieder für große Momente. Die Band "Milestones" erreichte 1972 mit "Falter im Wind" Platz fünf, ebenso wie Waterloo & Robinson 1976 mit "My little World" und Thomas Forstner 1989 mit "Nur ein Lied". Für Aufsehen sorgte außerdem Alf Poier, der 2003 mit "Weil der Mensch zählt" Sechster wurde.
Doch die "Goldmedaille" konnte erst 2014 wieder geholt werden. Conchita Wurst, die nicht nur mit goldenem Kleid, Bart und langen Haaren die Aufmerksamkeit der ganzen Welt auf sich zog, sondern auch mit einer außergewöhnlichen Stimme, gewann 2014 mit "Rise Like a Phoenix" zum zweiten Mal für Österreich.
Besonders knapp am nächsten Triumph vorbei schrammte Cesár Sampson nur vier Jahre später im Jahr 2018. Mit "Nobody But You" lag er nach dem Jury-Voting sogar auf Siegeskurs – doch die Publikumsstimmen ließen den Traum platzen. Sein dritter Platz zählt trotzdem bis heute zu den größten ESC-Erfolgen des Landes.
2025 durfte Österreich dann aber erneut ganz groß jubeln: JJ holte mit "Wasted Love" den dritten ESC-Sieg für Österreich und schrieb damit erneut heimische Song-Contest-Geschichte.