Diese Verpackung ist verboten

Neue EU-Regeln betreffen jetzt auch den Kebab

Die EU-Verpackungsverordnung ist in Kraft getreten. Bestimmte Verpackungen werden abgeschafft, strengere Regeln für Recycling und Schadstoffe gelten.
Heute Life
29.08.2026, 12:18
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Seit dieser Woche gelten in der EU neue Regeln für Verpackungen. Die sogenannte Packaging and Packaging Waste Regulation (PPWR) soll die Müllberge reduzieren und die Recyclingquoten erhöhen.

Bis 2030 soll der Verpackungsmüll um mindestens fünf Prozent, bis 2040 um mindestens 15 Prozent sinken.

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Konkret werden mehrere gängige Verpackungen abgeschafft: Plastiknetze und Plastikschalen für Obst und Gemüse unter 1,5 Kilo, Mini-Shampooflaschen in Hotelzimmern, Burger-Kartons und Papierverpackungen für Kebab sowie sehr leichte Plastiktüten.

Ausnahmen gibt es etwa, wenn Verpackungen notwendig sind, um Hygiene zu gewährleisten, heißt es auf Utopia.de. Besonders im Visier: sogenannte PFAS (Ewigkeitschemikalien), die Lebensmittelverpackungen wasser- und fettabweisend machen. Die Stoffe bauen sich in der Umwelt und im Körper kaum ab.

Eigene Behälter ab 2027

Ab Februar 2027 müssen Take-away-Betriebe ermöglichen, dass Kunden eigene Behälter für Speisen und Getränke verwenden können. Auch Tee- und Kaffeepads werden künftig als Verpackung definiert - die Anbieter müssen ab Oktober an einem Sammel- und Verwertungssystem teilnehmen.

Ab 2030 müssen alle Verpackungen recyclingfähig sein und je nach Verwendung bis zu 35 Prozent aus Rezyklaten bestehen. Das ist allerdings teuer: Recyclingmaterial kostet derzeit deutlich mehr als herkömmlicher Kunststoff.

Kritik von der Wirtschaft

Während Umweltorganisationen die Verordnung begrüßen, gibt es Kritik aus dem Handel. Besonders kleine Onlinehändler klagen über hohen bürokratischen Aufwand. Große Konzerne haben eigene Abteilungen dafür, KMU müssen die neuen Dokumentationspflichten selbst stemmen.

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