Studie zu KI-Stress

Diese Zahl ignorieren fast alle Chefs bei KI

KI soll uns die Arbeit erleichtern. Doch fast alle Unternehmen ignorieren eine wichtige Kennzahl - die kann über Burnout entscheiden.
Technik Heute
06.05.2026, 14:07
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Wie schnell kann KI implementiert werden? Was lässt sich automatisieren? Wie viel Effizienz ist möglich? All das messen Unternehmen sehr genau. Aber eine entscheidende Kennzahl übersehen sie komplett: die psychische Belastung ihrer Mitarbeiter.

Laut einer aktuellen Gartner-Studie geben 91 Prozent der IT-Führungskräfte an, dass ihre Unternehmen kaum oder gar keine Zeit darauf verwenden, die Nebenwirkungen des KI-Einsatzes auf die Belegschaft zu untersuchen.

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Wie computerwoche.de berichtet, ist diese Lücke mehr als nur ein Analytics-Gap - es ist ein "besorgniserregender blinder Fleck in der Governance". Während die Produktivität steigt, bleibt der menschliche Faktor auf der Strecke.

Motivation sinkt, Langeweile steigt

Eine Studie des Harvard Business Review zeigt: Generative KI verbessert zwar die Qualität und Produktivität - aber sie verringert auch die innere Motivation der Mitarbeiter um etwa elf Prozent. Gleichzeitig steigt die Langeweile um rund 20 Prozent.

Dazu kommt ein paradoxes Verhalten: Mitarbeiter, die sich durch KI bedroht fühlen, halten ihr Wissen bewusst zurück - statt es zu teilen. Selbstschutz verdrängt die Offenheit.

Mehr Arbeit statt Entlastung

KI wird oft mit dem Versprechen eingeführt, die Arbeitsbelastung zu senken. Doch das Gegenteil passiert: Wenn Reibungsverluste sinken, steigen die Erwartungen. Mitarbeiter übernehmen mehr Arbeit, weil sie dazu in der Lage sind. Was zuerst wie Effizienz aussieht, ist eigentlich schleichende Erschöpfung.

Besonders problematisch: Viele KI-Systeme funktionieren wie eine "Black Box" - ihr Reasoning ist nicht transparent. Wenn Mitarbeiter auf Ergebnisse reagieren sollen, die sie nicht erklären können, steigt der Stress.

Die Lösung liegt laut Experten in klarer Kommunikation: Führungskräfte müssen darlegen, wie KI genutzt wird und welche Aufgaben weiterhin Menschen übernehmen. Denn eines ist sicher: Selbstvertrauen lässt sich nicht automatisieren - und Trust nicht durch ein Modell erzeugen.

tec,06.05.2026, 14:07