Kartoffeln gehören zu den beliebtesten Lebensmitteln in Österreich. Doch beim Lagern und Zubereiten machen viele einen Fehler, der gesundheitliche Folgen haben kann: Sie essen grüne oder stark gekeimte Kartoffeln.
Der Grund ist Solanin, ein natürliches Gift, das die Pflanze zum Schutz vor Schädlingen bildet. Besonders viel davon steckt in grünen Stellen, Keimen und direkt unter der Schale. Werden solche Kartoffeln trotzdem verarbeitet, kann das zu Übelkeit, Erbrechen, Bauchschmerzen und Durchfall führen. Bei einer hohen Aufnahme sind auch schwerere Vergiftungen möglich.
Leicht grüne Kartoffeln müssen nicht sofort entsorgt werden. Experten empfehlen jedoch, alle grünen Stellen sowie Keime großzügig wegzuschneiden und die Kartoffeln dick zu schälen. Sind die Knollen bereits stark grün, schrumpelig oder von vielen Keimen überwuchert, gehören sie in den Biomüll.
Damit sich Solanin gar nicht erst vermehrt bildet, sollten Kartoffeln kühl, trocken und vor allem dunkel gelagert werden. Licht fördert die Grünfärbung der Schale und damit auch die Bildung des natürlichen Giftstoffs.
Besondere Vorsicht gilt für Kinder. Wegen ihres geringeren Körpergewichts können sie empfindlicher auf Solanin reagieren als Erwachsene.
Schlusspunkt: Eine grüne Kartoffel wirkt auf den ersten Blick harmlos - im Zweifel solltest du sie lieber entsorgen, statt ein Gesundheitsrisiko einzugehen.