Nachhaltig: Dieser Tampon wird aus Algen hergestellt

Algen sind eine der ältesten und nachhaltigsten Pflanzen der Welt.
Algen sind eine der ältesten und nachhaltigsten Pflanzen der Welt.Getty Images/iStockphoto
Ein deutsches Start-Up möchte mit dem ersten Algen-Tampon eine 100-prozentig nachhaltige und abbaubare Alternative zu gängigen Angeboten schaffen.

Was Monatshygieneproduktefür Frauen angeht, hat sich das Angebot in den letzten Jahren sehr erweitert. Mittlerweile gibt es Binden und Tamponsaus unbehandelter Bio-Baumwolle, aus Hanf oder sogar mit CBD, das gegen Menstruationsschmerzenhelfen soll. Die Menstruationstassesowie Menstruationsunterwäschesind wiederverwendbare Optionen, die ein Tragen von Binden oder Tampons überflüssig machen.

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Das Müll- und Plastik-Problem

90 Prozent der Menstruierenden verwenden Einwegprodukte. Während ihres Lebens verbrauchen sie damit bis zu 15.000 Periodenprodukte. Das ergibt 2 bis 4 Millionen Tonnen Periodenabfall. Weil der Anbau von Baumwolle Unmengen Wasser benötigt und einige Produkte trotzdem nach wie vor Plastik enthalten ("Silk Touch Oberfläche"), will ein deutsches Start-Up nun noch einen Schritt weiter gehen und steht davor, Tampons aus Algenzu produzieren.

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Leistung und 100-prozentige Nachhaltigkeit vereint

Zwei Frauen gründeten VYLDNESS, mit der Bestrebung, ein absolut nachhaltiges Menstruationsprodukt herzustellen. Dafür sollen Algenfasern verwendet werden. Aktuell sind diese in der Forschungs- und Entwicklungsphase.

Der "Kelpon" (engl. "Kelp" für "Alge") soll nach eigenen Angaben durch seinen marinen Ursprung extrem saugfähig sein und und ein geringes bis kein Allergiepotential aufweisen. Zusätzlich sollen die Fasern entzündungshemmende Eigenschaften besitzen.

Nach Eigenaussage trägt das Startup zu 12 der 17 Ziele für nachhaltige Entwicklung der Vereinten Nationen (Agenda 2030) bei.
Nach Eigenaussage trägt das Startup zu 12 der 17 Ziele für nachhaltige Entwicklung der Vereinten Nationen (Agenda 2030) bei.Screenshot/ vyldness.de

Für den Prototyp verwendet Vyld wild gesammelte Algen – also solche, die das Meer sowieso anspült - und verarbeitet sie zu Fasern.

Was die Nachhaltigkeit angeht, soll das Tamponmaterial "Alge" nach Eigenaussage zehnmal schneller als Landpflanzen wachsen und ohne Dünger, Pestizide oder Süßwasser auskommen, zur Wiederherstellung und Entsäuerung des Meereslebensraums beitragen, große Mengen CO2 und Stickstoff binden und biologisch und marin abbaubar und somit der Kreislaufwirtschaft zugängig sein.

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