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Dieses NFL-Spiel entscheidet die US-Wahl

Heute Redaktion
14.09.2021, 02:49

Voller Spannung schaut Amerika am Sonntag nach Washington. Mag es Zufall sein oder nicht, das Ergebnis des letzten Heimspiels der Redskins vor einer Präsidentenwahl hat in den vergangenen Jahrzehnten in 17 von 18 Fällen den Wahlsieger vorhergesagt.

Aus sportlicher Sicht ist die Sonntagspartie zwischen Washington Redskins gegen Carolina Panthers höchstens für die Fans der beiden Teams interessant. Ansonsten treffen die Tabellenletzten der jeweiligen Divisions aufeinander - Not gegen Elend, könnte man meinen. Doch bei diesem Match steht mehr auf dem Spiel und besonders Barack Obama wird die Daumen für das NFL-Team aus der Hauptstadt drücken, obwohl er eigentlich Fan der Chicago Bears ist.

Die sogenannte "Redskins-Rule" besagt: Gewinnt Washington das letzte Heimspiel vor der Wahl, gewinnt auch jene Partei, die die letzte Wahl für sich entscheiden konnte. Mit fast beängstigender Genauigkeit funktioniert die Regel, nur einmal bei den vergangenen 18 Wahlen wurde sie nicht eingehalten. Und wie könnte es anders sein, George W. Bush bestätigte die Ausnahme der Regel.

Nur einmal daneben

Als er 2004 zum zweiten Mal als Präsident kandidierte, verloren die Redskins das Heimspiel vor der Wahl gegen die Green Bay Packers mit 14:28. Demnach hätte der demokratische Herausforderer John Kerry das Rennen machen müssen. Verfechter der "Redskins-Rule" meinten daraufhin, es habe daran gelegen, dass Kerry zwar mehr Stimmen, aber weniger Wahlmänner hatte, was schlussendlich gegen ihn entschieden hatte. Geschichtskenner wissen aber, dass Bush bereits bei der ersten Wahl 2000 nur so gegen Herausforderer Al Gore gewann - und damals traf die "Redskins-Rule" zu.

Vor Obamas Wahlsieg 2008 verloren die Redskins übrigens gegen die Pittsburgh Steelers mit 6:23.

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