Rund um den Fußball-Hitchcock-Krimi im Champions-League-Qualifikationsspiel zwischen Austria Wien und Dinamo Zagreb war das Gebiet um die Generali-Arena im Ausnahmezustand. Die berüchtigten Dinamo-Fans sorgten für Chaos in Favoriten, es gab zwei Verhaftungen sowie mehrere Anzeigen nach dem Pyrotechnikgesetz.
Rund um den war das Gebiet um die Generali-Arena im Ausnahmezustand. Die berüchtigten Dinamo-Fans sorgten für Chaos in Favoriten, es gab zwei Verhaftungen sowie mehrere Anzeigen nach dem Pyrotechnikgesetz.
Während sich Spieler, Verantwortliche und die Austria-Fangemeinde über den Einzug in die Königsklasse freuten, klagten die Anrainer über grobe Probleme, vor allem mit den Dinamo-Fans.
Der Einsatz von Bengalen außerhalb des Stadions, Polizei-Sperren und Pinkel-Attacken der Fans zerrten an den Nerven der Bewohner. Es kam auch zu Sachbeschädigungen - in einem Café nahe des Stadions wurden etwa Blumentöpfe zerstört.
Beschwerden kamen von Anrainern auf der Wilhelmshöhe, dem Kleingarten Fischeralm und von vielen anderen Bewohnern im Umfeld des Laaer Bergs, wie ÖVP-Bezirksrätin Magdalena Kelaridis im Gespräch mit "Heute.at" erklärte. Sie habe zahlreiche Anrufe aus der Nachbarschaft erhalten. Die Vorfälle sollen in einem Treffen mit Austria-Verantwortlichen am Dienstag zur Sprache kommen.
Kroatische Fans liefen Polizei in Richtung A23 davon
Vor dem Match hatten kroatische Fans - - zudem versucht, ohne Karten in den Gästesektor zu kommen. Als die Polizei die Fans verteiben wollte, liefen diese über das Gebüsch in Richtung Südosttangente davon und sorgten für noch mehr Chaos.
Die beiden Verhaftungen erfolgten wegen Körperverletzung und Widerstands gegen die Staatsgewalt sowie nach dem Verwaltungsstrafgesetz. Aus dem Sicherheitsbereich vor dem Stadion wurden 22 Fußballfans weggewiesen.
Das Spiel selbst fand vor 10.500 Zuschauern in der ausverkauften Generali-Arena statt, darunter waren dann etwa 500 Anhänger der Gastmannschaft. Der Gästesektor war aus Sicherheitsgründen nicht bis auf den letzten Platz gefüllt.
Die Einsatzkräfte der Wiener Polizei sorgten gemeinsam mit Austrias Security-Firma letztlich aber dafür, dass noch schlimmere Vorfälle vor allem während dem Match verhindert wurden. Dies war entscheidend dafür, dass der Austria als Veranstalter eine Aufstiegs-Entscheidung auf dem grünen Rasen gesichert blieb.
Feiern bis zum Morgen
Nach dem Match erfolgte eine geordnete und reibungslose Abfahrt der mehr als glücklichen Austria-Fans vom Stadion. In vielen Lokalen der Stadt wurde bis in die frühen Morgenstunden der Einzug in die Gruppenphase der Champions League gefeiert. Auch die Kroaten hatten genug und setzten sich schleunigst in die Busse Richtung Heimat.