Der 25-jährige Serbe rang in der Rod-Laver-Arena in Melbourne Olympiasieger und US-Open-Champion Andy Murray nach 3:40 Stunden mit 6:7(2),7:6(3),6:3,6:2 nieder. Djokovic sicherte sich damit seinen sechsten Major-Titel sowie einen Siegerscheck in Höhe von 1,88 Mio. Euro. Er hatte sich im Vorjahr gegen Rafael Nadal und 2011 wie im diesjährigen Finale gegen den Schotten Murray durchgesetzt. 2008 gewann er das erste Mal in Australien, damals behielt er gegen Jo-Wilfried Tsonga die Oberhand.
Als Djokovic nach dem verwerteten Matchball in die Hocke ging und die Fäuste ballte, schrie Djokovic sich die Freude aus dem Leib. Aus den Händen von Tennis-Legende Andre Agassi, der wie er selbst vier Mal das Major-Turnier in "down under" gewonnen hat, empfing Djokovic die Trophäe, den "Norman Brookes Challenge Cup". "Was für eine Freude. Es ist ein unglaubliches Gefühl, diesen Pokal wieder zu gewinnen", sagte ein strahlender Djokovic. "Das ist definitiv mein Lieblings-Grand-Slam. Ich liebe dieses Turnier, ich liebe diesen Court."
Ausgeglichener Beginn
Zuvor hatte ihn der sieben Tage ältere Olympiasieger aber lange Zeit das Leben schwer gemacht. Als Murray den ersten Satz nach 68 Minuten mit einem souveränen Tiebreak für sich entschieden hatte, sah es gar nicht nach einem neuerlichen Triumph des Belgraders aus. Auch Satz zwei ging ohne Service-Verlust ins Tiebreak, doch in diesem legte Djokovic, von seinen Fans liebevoll "Nole" genannt, die Basis zum Sieg.
Denn nach dem Satzausgleich ließ sich Murray wegen Blasen rund um seine rechte große Zehe behandeln und das Momentum wechselte zu Djokovic. Nach fast drei Stunden gelang Djokovic das erste Break des gesamten Endspiels zum 5:3 und es war auch die Vorentscheidung. Ein immer müder wirkender Murray gab nicht nur den Satz ab, sondern in der Folge im vierten Durchgang auch den Aufschlag zum 1:2 und 1:4.
Murray lädiert
Für Olympiasieger Murray, der sich im Finish auch immer öfter mit schmerzverzerrtem Gesicht an den linken, hinteren Oberschenkel griff, war es in seinem sechsten Major-Endspiel die fünfte Niederlage. Auch er konnte den "Fluch" nicht brechen, wonach es bisher noch keinem erstmaligen Major-Sieger gelungen ist, gleich beim nächsten "Slam" erneut den Siegerscheck zu holen. Fred Perry anno 1934 bleibt damit vorerst der letzte britische Champion "down under".
Das Head-to-Head lautet nun 11:7 für Djokovic. Murray erwies sich als sportlicher Verlierer: "Ich möchte Novak danken. Sein Rekord hier ist unglaublich. Es gibt nur wenige Leute, die geschafft haben, was er geschafft hat. Er ist ein unglaublicher Champion."
Asarenka überglücklich
Am Samstag, als die Einheimischen den "Australia Day" feierten, .