Schutz der Antarktis

dm und Rossmann werfen Krill-Produkte raus

Die Drogerieketten dm und Rossmann nehmen krillbasierte Produkte aus dem Sortiment. Grund ist die Überfischung, die Pinguine und Wale bedroht.
Heute Life
30.04.2026, 10:17
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Es ist ein Schritt, den Meeresschützer seit langem fordern: Die beiden Drogerieketten dm und Rossmann nehmen Krill-Produkte aus ihren Regalen. Damit setzen sie ein wichtiges Zeichen gegen die Überfischung in der Antarktis.

Krill sind garnelenförmige Kleinkrebse, die nur wenige Zentimeter groß werden. Dennoch gehören sie zu den häufigsten Wildtieren der Erde. Im Meer ist Krill die Basis des Lebens, weil sich Wale, Robben, Pinguine und viele andere Tiere davon ernähren.

Wie utopia.de berichtet, zeigt eine Studie des Alfred-Wegener-Instituts alarmierende Zahlen: Im wichtigsten Fanggebiet für antarktischen Krill wurde 2025 die erlaubte Höchstquote von 620.000 Tonnen bereits im Juli erreicht. In einem Teilareal hat sich die Fangmenge sogar verdoppelt.

Lokaler Nahrungsengpass für Tiere

Das Problem: Wenn Fangschiffe in kurzer Zeit viel Krill aus denselben Gebieten holen, entsteht ein lokaler Engpass. Dann fehlt Nahrung genau dort, wo Pinguine, Robben und Wale fressen. Die Folgen für das antarktische Ökosystem könnten verheerend sein.

Mit ihren Kotballen, die in tiefere Gewässer absinken, binden die kleinen Krebse zudem gewaltige Mengen an Kohlenstoff. Die Überfischung hat also auch Auswirkungen auf das Klima.

Krill-Markt bleibt ein Problem

Die Entscheidung der Drogerien ist ein wichtiger Schritt, löst das Problem aber nicht vollständig. Krill landet auch in Tierfutter und wird weltweit noch in zu großem Umfang gefangen. Wer etwas für das antarktische Ökosystem tun will, sollte Krillöl-Produkte grundsätzlich meiden.

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