Sport

Dominante Rapidler machten sich Leben selbst schwer

Heute Redaktion
14.09.2021, 15:34

Trotz der für die Hütteldorfer bereits langen Saison, wird Rapid immer stärker. Gegen Wacker Innsbruck gab es am Sonntag einen völlig ungefährdeten 3:0-Sieg, auch wenn seine Mannen teilweise zu kompliziert agieren, meinte Trainer Zoran Barisic.

Der Rapid-Coach hatte am Sonntag einige Stammkräfte wie Thanos Petsos geschont. Mit Dominik Starkl, Dominik Wydra, Louis Schaub, Lukas Grozurek, Mario Pavelic und Brian Behrendt schickte Barisic gleich sechs Spieler auf den Rasen, die er zuvor noch bei den Amateuren betreute. An diese Zeit fühlte er sich auch zurückerinnert, denn damals "wollten wir den Ball auch immer ins Tor tragen".

Nur geringer Vorsprung gab Wacker Hoffnung

In der Tat war Rapid drückend überlegen (65 Prozent Ballbesitz) und schnürte Innsbruck in der eigenen Hälfte ein. Wackers Taktik (Roland Kirchler: "Wir wollten nicht schön spielen, sondern das Spiel von Rapid zerstören") ging erst ab dem eigenen Sechzehner auf. "Wacker hat sehr defensiv gespielt, wir haben trotzdem immer wieder Lücken gefunden. Wir hatten auch viele Torchancen, aber leider haben wir oft zu kompliziert gespielt", erklärte Barisic.

Kaum ein Zuschauer hatte den Eindruck, dass die Heimmannschaft diese Partie nicht als Sieger beenden würde. Nur der geringe Vorsprung Rapids - das 2:0 und das 3:0 fielen erst nach der 90. Minute - und die Hoffnung, dass Rapids Kräfte nach 27 Saison-Pflichtspielen schwinden würden, ließen die Wacker-Fans von einem Punkt oder mehr träumen.

Großes Packerl für Rapidler

"Wir sind physisch und psychisch gut drauf", erklärte Barisic und die Schlussphase der Partie gab ihm Recht. Die Innsbrucker waren vom vielen Ballnachlaufen in Unterzahl geschlaucht und verloren die Konzentration. Bei Rapid gilt es diese nun zu bewahren. Die Hütteldorfer sind erster Verfolger von Leader Salzburg, haben bereits fünf Punkte Vorsprung auf Meister Austria.

Geht der Erfolgslauf weiter, winken nicht nur das erstmalige Überwintern im Europacup seit 1996, sondern auch eine gute Ausgangslage für die Frühjahrsmeisterschaft. Angesichts des dichten Programmes bis zur Winterpause mit weiteren fünf Spielen in den nächsten 16 Tagen, bleibt den Rapidlern nicht viel Zeit darüber nachzudenken - das Packerl unter dem Christbaum könnte diesmal besonders groß ausfallen.

"Heute" auf Google als bevorzugte Quelle festlegen