Die 24-Jährige erlebte nur wenige Tage vor dem bisherigen Höhepunkt ihrer Karriere einen echten Nackenschlag. Am 26. Jänner wurde bekannt, dass Passler positiv auf das Medikament Letrozol getestet worden war. Eine Sperre folgte, für die Partnerin des österreichischen Biathleten Dominic Unterweger brach eine Welt zusammen.
"Nach ein paar harten Wochen bin ich endlich bereit, meine Gefühle mit Euch zu teilen", schrieb die Südtirolerin nun auf Instagram, nahm erstmals zur Doping-Causa Stellung. "Es war das Schlimmste, was einem Sportler passieren kann. Ich war am Boden zerstört. Alles, wofür ich gearbeitet habe, jeden einzelnen Tag, jedes Monat und Jahr, um einen Traum zu verfolgen, schien in einem einzigen Moment zerstört zu sein", beschrieb die 24-Jährige die schwierigen Tage. Sie sei nicht gerade mit Respekt behandelt worden. "Ich bin ein Mensch, ich habe Gefühle", so Passler.
Passler war zunächst gesperrt worden, das italienische Team ging aber dagegen vor. Die Südtirolerin hatte beweisen können, unbeabsichtigt mit dem Wirkstoff kontaminiert worden zu sein. Ihre an Brustkrebs leidende Mutter habe ein Medikament mit einem Löffel eingenommen, Passler diesen Löffel dann auch verwendet. Sie war jedenfalls freigesprochen worden. Auch, weil die bei ihr festgestellte Dosis minimal gewesen sei.
Trotz des Freispruchs startete Passler bei Olympia in ihrer Heimat aber nicht mehr. Sie habe aber "unglaubliche Unterstützung" erfahren, schrieb Passler.