Ex-ÖSV-Trainer Walter Mayer wurde am Mittwochabend am Wiener Landesgericht zu einer teilbedingten Haftstrafe von 15 Monaten verurteilt (nicht rechtskräftig). Der 54-Jährige sprach von einem "Showurteil" und will in Berufung gehen.
Obwohl sich drei wichtige Zeugen (Christian Hoffmann, Biathlon-Olympiadritter Wolfgang Perner und Humanplasma-Geschäftsführer Rudolf Meixner) am dritten Prozesstag entschuldigen ließen, sprach Richterin Katharina Lewy das mit Spannung erwartete Urteil.
Mayer wurde wegen zahlreicher Verstöße nach dem Anti-Doping-Gesetz und dem Arzneimittelgesetz zu 15 Monaten teilbedingter Haft verurteilt. 12 Monate davon werden unter einer Probezeit nachgesehen. Wenn das Urteil rechtskräftig ist, muss Mayer noch etwa sieben Wochen ins Gefängnis, da er sich bereits mehrere Wochen in Untersuchungshaft befand. Schuldig gesprochen wurden auch die drei Mitangeklagten - sie kamen mit Bewährungsstrafen davon.
"Es ist lustig"
Die Verteidigung des 54-jährigen "Vater des österreichischen Langlaufwunders" legte gegen das Urteil, das der Ex-ÖSV-Betreuer in einer ersten Reaktion als "Showurteil, das aus einem Showprozess entstanden ist bezeichnete, umgehend Rechtsmittel ein. "Es ist lustig. Scheinbar dopt ganz Österreich und nur ich werde bestraft, erklärte Mayer im Anschluss an die Urteilsverkündung.
Er sah sich als Opfer einer "Verschwörung. Es sei ein "vorprogrammiertes Urteil gesprochen worden, dazu habe man sich einer jungen Richterin bedient, "die gut gespielt hat in einem klasse Showprozess.