Sport

Doping: "Schlüsselfigur" Walter Mayer

Heute Redaktion
14.09.2021, 17:12

Die Doping-Walze rollt in vollem Tempo auf die Wintersport-Szene zu! Walter Mayer (62), der Vater des Langlauf-Wunders (Staffel-Gold bei der WM 1999), gilt als Schlüssel zur gut behüteten Kundenliste. Noch hält Mayer, dessen U-Haft heute verlängert wird, dicht - doch der Druck steigt. Die sichergestellte Blutzentrifuge von Manager Stefan Matschiner wird auf DNA-Spuren untersucht - und soll jetzt Sportler überführen!

Es ist möglich, dass verwertbare Spuren gefunden werden, stellt BKA-Sprecher Gerald Tatzgern gegenüber Heute klar. Die Zentrifuge und das Blutabnahmegerät (Wert: 75.000 ) wurden von Matschiners Wohnung in Budapest nach Wien überstellt. Spezialisten untersuchen die Apparaturen auf Fingerabdrücke und DNA-Spuren - was einigen Sportlern den Atem stocken lässt. Der Grund: Die SOKO Doping kennt aus Verhören Sportlernamen (u.a. Georg Totschnig, Christian Hoffmann), die das Gerät genützt haben sollen. Verdächtige Athleten könnten schon demnächst zu einem Mundhöhlenabstrich und der Abgabe ihrer Fingerabdrücke gebeten werden.

Die Szene zittert aber auch vor der Person Walter Mayer. Er kann Licht in das Netz der Dopingkunden im Wintersport bringen. Die Verlängerung der U-Haft Mayers (darüber wird heute im Landesgericht Wien entschieden) ist deshalb nur Formsache. Mayer wird gleich von zwei Zeugen belastet. Der Vorwurf: Erwerb und Weitergabe von EPO, Wachstumshormonen und Testosteron im Zeitraum von Dezember 2005 bis Oktober 2008 an Langläufer, Biathleten und Leichtathleten. Ein Insider zu Heute: Noch kooperiert Mayer nicht. Bricht er das Schweigen, dann ist der Doping-Super-GAU in Österreich perfekt.

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