Sport

Dopingprozess: Mayer bekennt sich "nicht schuldig"

Am zweiten Prozesstag im Dopingprozess beteuerte Ex-ÖSV-Trainer Walter Mayer seine Unschuld.
Heute Redaktion
14.09.2021, 16:51

Im Wiener Straflandesgericht ging heute der Strafprozess um das angebliche Dopingnetzwerk weiter. Dem ehemaligen ÖSV-Trainer Walter Mayer wird vorgeworfen, jahrelang, auch nach Inkrafttreten des Anti-Doping-Gesetzes 2008, ein solches Netzwerk betrieben zu haben.



Codewort "Katzenfutter"

Am ersten Verhandlungstag war Mayer von einem Zeugen und mitangeklagten Hobby-Bodybuilders und Dachdeckers  schwer belastet worden. Unter dem Codenamen "Katzenfutter" soll er Doping-Substanzen besorgt und weitergegeben haben.



"Nicht schuldig"

Am heutigen, zweiten Verhandlungstag legte Mayer seine Sicht der Dinge dar. Er habe lediglich im Hochleistungssport unumgängliche "alternativmedizinische Maßnahmen" eingesetzt, sei aber "mit Sicherheit nicht für Doping in Österreich verantwortlich", behauptete Mayer zum Auftakt. Er fühle sich "absolut nicht schuldig", betonte Mayer. Er habe weder mit Dopingmitteln gedealt, noch welche verabreicht.



Es sei „sehr wichtig, dass Sie mich persönlich kennenlernen“, sagte der 54-Jährige zu Richterin Katharina Lewy. Diese möge ihn daher ausführlich befragen. Es gebe nämlich „sehr wenige Menschen in Österreich, die mit Vorurteilen derart belastet sind wie ich“.
Vitaminpräparat

Die Staatsanwältin wird Mayer auch mit einigen Beweisstücken konfrontieren, die nicht unbedingt für die Unschuldsbeteuerungen des Ex-ÖSV-Trainers sprechen: Im Rahmen einer Hausdurchsuchung wurde bei Mayer eine Verpackung eines Vitaminpräparats gefunden, das der Dachdecker in Verbindung mit Doping-Mitteln in Italien gekauft haben will. Dieselben Verpackungen von derselben Charge fanden sich auch im Haushalt des Dachdeckers. "Das kann wohl kein Zufall sein", so der Standpunkt der Staatsanwältin.

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