Doppeladler! Roter Stern muss Shaqiri beschützen

In der Champions-League-Partie gegen Roter Stern Belgrad erwartet Liverpools Xherdan Shaqiri ein Höllentanz. Nun gibt es unerwartete Hilfe.
Eigentlich wollten sie damit abschließen. Als die Schweizer Nationalmannschaft am Dienstag geschlossen vor die Medien trat, um sich für die Doppeladlergeste zu entschuldigen, war der Plan, sich wieder auf das Sportliche zu konzentrieren. Das mag für das Nationalteam gelten. Xherdan Shaqiri wird von seinem Jubel nach dem WM-Siegtor in der 91. Minute beim 2:1 gegen Serbien noch eingeholt. Spätestens am 6. November.

Dann nämlich wird er mit Liverpool in der Champions League auf Roter Stern Belgrad treffen. Auswärts. Laut dem "Liverpool Echo" haben Fangruppierungen der Serben schon einen feindseligen Empfang angekündigt. Belgrads Sportdirektor Zvezdan Terzic sagte in einem Interview mit der serbischen Tageszeitung "Kurir": "Er wird unter einem unglaublichen psychologischen Druck leiden." Deshalb erwartet Terzic, dass Shaqiri gar nicht erst mit dem Team mitreisen wird.

"Es ist unsere Pflicht, ihn zu schützen"

Falls Trainer Jürgen Klopp den Schweizer doch aufbieten sollte, tönte Terzic zuerst: "Dann wird er kleiner als ein Mohnsamen sein." Etwas überraschend bot er im Anschluss allerdings seine Hilfe an: "Wir müssen alles dafür tun, dass Shaqiri das Gefühl hat, Fußball spielen zu können. Es ist unsere Pflicht, ihn vor ungewollten Situationen zu schützen." Dazu schickt er eine Botschaft an die eigenen Fans: "Lasst uns gute Gastgeber sein!"

CommentCreated with Sketch. Jetzt kommentieren Arrow-RightCreated with Sketch. Auch ohne vergangene Provokationen und Gesten gelten die Anhänger von Roter Stern als wenig zimperlich. Wegen diverser Verfehlungen musste das Playoff-Heimspiel gegen Red Bull Salzburg (0:0) vor leeren Rängen ausgetragen werden. Von den Sanktionen ist auch das erste Spiel in der Gruppenphase gegen den SSC Neapel (18. September) betroffen. Gegen Liverpool dürfte das auch "Marakana" genannte Stadion Rajko Mitic mit 55'538 heißblütigen Zuschauern ausverkauft sein.

(Heute Sport)

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