Nach dem Sieg in der Abfahrt holte Matthias Mayer auch den Super-G in Saalbach-Hinterglemm. Auf einem drehend gesetzten Kurs bei schlechter Sicht war der Kärntner das Maß aller Dinge. Mit einer direkten Linie nahm der Doppelsieger von Saalbach großes Risiko, holte sich im Schlussabschnitt den entscheidenden Vorsprung heraus.
Die Kritstall-Piste vom Zwölferkogel in Saalbach-Hinterglemm liegt Matthias Mayer besonders gut. Wie in der Abfahrt am Samstag packte der Kärntner die direkteste Linie aus, konnte die Linie im drehenden Kurs gut halten. In einem engen Rennen holte der "Mothl" im letzten Streckenteil durch die Karussellkurve den Vorsprung heraus. Auf Rang zwei landete Adrien Theaux mit 23 Hundertstel Rückstand.
"Schön langsam bin ich auf den Geschmack gekommen", schmunzelte Mayer nach seiner Fahrt im Ziel über den dritten Weltcup-Sieg - den Zweiten an einem Wochenende. "Ein Sieg in Österreich ist von den Emotionen das Ultimative im Weltcupsport", strahlte der Kärntner.
Jansrud macht kaum Punkte gut
Nur an dritter Stelle klassierte sich der norwegische Speed-Spezialist Kjetil Jansrud. Der 29-Jährige war mit dem Ziel, 180 Punkte zu machen, nach Saalbach gereist. Nach Platz 14 in der Abfahrt reichte es im Super-G fürs Stockerl.. Entscheidende Punkte im Kampf um den Gesamtweltcup konnte Jansrud allerdings nicht herausfahren.
"Ich bin zufriedener als gestern. Heute hab ich Gas gegeben, war nicht so unbedingt zufrieden im Ziel, aber mit dem dritten Platz schon", so der Norweger.
ÖSV-Paket ab Rang zehn
Die weiteren ÖSV-Läufer konnten sich nicht so mannschaftlich stark wie noch in der Abfahrt präsentieren. Joachim Puchner klassierte sich als zweitbester Österreicher an zehnter Stelle, unmittelbar vor Romed Baumann und den ex aequo klassierten Vincent Kriechmayr und Max Franz. "Ab der Mittelstation hab ich die Linie nicht getroffen. Da geht es brutal hin und her", kommentierte der Zweite vom Samstag seine Fahrt.
Im Kampf um den Gesamtweltcup lieferte Marcel Hirscher einen starken Super-G ab. Der Salzburger kam auf dem drehenden Kurs mit einer engagierten Fahrt auf den starken 17. Rang und holte wichtige Punkte für den Kampf um die große Kristallkugel. "Ich bin mit Abfahrtsski gefahren. Das war ein hoher Poker, aber es hat funktioniert. Es war cool heute", so Hirscher. Super-G-Weltmeister Hannes Reichelt schied im oberen Teil aus. "Ein Taktikfehler", so der Routinier.
Endstand:
1. Matthias Mayer (AUT) 1:31,53
2. Adrien Theaux (FRA) +0,23
3. Kjetil Jansrud (NOR) +0,27
weiters:
10. Joachim Puchner (AUT) +1,05
11. Romed Baumann (AUT) +1,16
12. Vincent Kriechmayr (AUT) +1,17
. Max Franz (AUT) +1,17
17. Marcel Hirscher (AUT) +1,48
20. Otmar Striedinger (AUT) +1,79
22. Georg Streitberger (AUT) +1,82
23. Patrick Schwaiger (AUT) +1,88
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