Der SV Grödig feierte am Sonntag in der 6. Bundesliga-Runde bei Rapid einen 1:0-Erfolg. Damit waren die Grödiger zumindest für ein paar Stunden Tabellenführer, bis Salzburg die Admira durch einen Elfer mit 1:0 besiegte.
Trotz Regenwetter pilgerten 12.800 Zuschauer ins Hanappi-Stadion. Zumindest in der ersten Hälfte bekamen sie keine Partie mit großem Unterhaltungswert serviert. Die Salzburger hatten ihr Spiel wie Rapids Europa-League-Gegner Dila Gori angelegt - tief stehen, schnell kontern. Ein Rezept, mit dem man Rapid zumindest vor grobe Probleme stellen kann.
Rapid war über 90 Minuten klar überlegen. Das Tor machten allerdings die Salzburger. Nach einer Freistoßflanke, die Dibon und Sonnleitner völlig falsch berechneten, landete der Ball bei Karner. Der Grödiger ließ sich aus knapp acht Metern mit freier Schussbahn nicht lange bitten und erzielte seinen ersten Bundesligatreffer.
Nur eine gefährliche Chance
Die Hausherren schafften es danach nicht, gefährliche Chancen zu kreieren. Nach dem Seitenwechsel wurde es ein wenig besser, Rapids Kreativabteilung hatte allerdings nicht den besten Tag. Über Standardaktion hatten die Grün-Weißen die gefährlichste Chance im Spiel, doch Trimmels Kopfballverlängerung eines Freistoßes war kein Problem für Grödig-Goalie Fend. Rapids Angriffe verfingen sich auch in der restlichen Zeit im dichten Grödiger Abwehrnetz.
SK Rapid Wien - SV Grödig 0:1 (0:1)
Wien, Gerhard-Hanappi-Stadion, 12.800, SR Schüttengruber.
Tor: 0:1 (24.) Karner
Rapid: Novota - Trimmel, Sonnleitner, Dibon, Denner - Petsos, Boskovic (70. Behrendt) - Burgstaller, Hofmann, Schaub (82. Grozurek) - Sabitzer
Grödig: Fend - Zündel, Cabrera (63. Hayden), Karner, Strobl - M. Leitgeb, Tschernegg - Huspek, Elsneg, Salamon (96. Handle) - Zulechner (82. Tomi)
Gelbe Karten: Dibon, Hofmann, Petsos, Behrendt, Denner, Trimmel bzw. M. Leitgeb, Salamon, Zündel, Huspek, Karner
Elfer rettete Salzburgs Sieg
Salzburg bleibt auch nach der sechsten Runde an der Spitze der Fußball-Bundesliga. Am Sonntag reichte den "Bullen" im Heimspiel gegen eine durchaus mutig auftretende Admira eine mäßige Vorstellung zu einem 1:0 (0:0)-Erfolg, der Vizemeister liegt mit 14 Punkten vor Grödig (13), Ried (12) und Titelverteidiger Austria (11). Das Goldtor erzielte Soriano aus einem Hands-Elfmeter (59.), es war der achte Saisontreffer des spanischen Führenden in der Torschützenliste.
Salzburg ist nun schon saisonübergreifend seit 25 Meisterschaftspartien ungeschlagen, damit fehlt nur noch ein Spiel auf die von der Austria in den Spielzeiten 1984/85 und 1985/86 aufgestellten Bundesliga-Bestmarke von 26 Partien. Die nächste Aufgabe der Schmidt-Elf ist das Rückspiel der Europa-League-Qualifikation bei Schalgiris Vilnius am kommenden Donnerstag (20.30) und sollte nach dem 5:0-Erfolg im Hinspiel nur noch Formsache sein.
Red Bull Salzburg - FC Admira Wacker Mödling 1:0 (0:0)
Red-Bull-Arena, 6.780, SR Kollegger
Tor: 1:0 (59.) Soriano (Hands-Elfmeter)
Salzburg: Gulacsi - Klein, Ramalho, Hinteregger, Ulmer - Kampl (89. Svento), Hierländer, Ilsanker, Mane (73. Berisha) - Alan (61. Meilinger), Soriano
Admira: Leitner - Auer, Ebner, Windbichler, Katzer - Schick (85. A. Schicker), Schachner (72. Rusek), Schwab, Domoraud - Sax (58. Thürauer), Ouedraogo
Gelbe Karten: Hinteregger bzw. Schachner, Domoraud, Schwab