Am zweiten Spieltag der Champions League holte Borussia Dortmund ein 1:1-Unentschieden beim englischen Meister Manchester City. Zwar hätten die Schwarzgelben mit einer besseren Chancenauswertung als Sieger vom Platz gehen können, neben dieser Erkenntnis und jener, dass man international auf einem guten Weg ist, gab das Spiel auch in taktischer Hinsicht neue Aufschlüsse.
Die große Stärke des deutschen Doublesiegers ist sein Pressing bzw. Gegenpressing. Den Westfalen gelingt es permanent den Gegner in Drucksituationen zu bringen und dadurch den Ball zu erobern. Normalerweise tun sie dies dadurch, dass sie gegen den Ball eine 4-4-2-Formation einnehmen. Der ballnahe Stürmer presst dann den Ballführenden an, während die anderen Spieler potenzielle Passempfänger zustellen.
Gegen Manchester City positionierte man sich jedoch in einem 4-5-1 mit sehr breitem Mittelfeld. Dadurch deckte man die gesamte Breite des Platzes ab und verhinderte durch die kurzen Abstände zwischen den Spielern Schnittstellenpässe. Die Offensivkräfte der Citizens waren dadurch weitestgehend abgeschnitten und kamen nach Ballverlusten nicht mehr hinter den Ball. Ein weiterer Effekt war, dass man dadurch verhinderte, dass Yaya Toure, der üblicherweise aus der Tiefe nach vorstößt, hohe Positionen einnahm.
Es wird sich zeigen ob BVB-Coach Jürgen Klopp diese Taktik auch in den weiteren Spielen anwenden wird. Gegen Real Madrid könnte man so Luka Modric, der ein ähnlicher Spielertyp wie Toure ist, unter Druck setzen. Und auch Xabi Alonso, der tiefliegende Spielmacher der Madrilenen, dürfte gegen diese Spielweise anfällig sein.
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