Nur wenige Minuten dauerte das Unwetter, doch die Schäden sind enorm: Am Samstagnachmittag fegten extreme Windböen über Steinabrunn, eine Katastralgemeinde der Marktgemeinde Großmugl im Bezirk Korneuburg, und hinterließen eine Spur der Verwüstung – "Heute" berichtete hier.
Nach Angaben der Freiwilligen Feuerwehr Großmugl wurden auf engstem Raum massive Schäden verursacht. Gemeinsam mit den Kameraden aus Steinabrunn mussten zahlreiche Einsatzkräfte Bäume beseitigen und beschädigte Dächer sichern.
Besonders dramatisch war die Situation bei einem Wohnhaus, auf das ein Baum gestürzt war. Mithilfe der Seilwinde des Rüstlöschfahrzeuges konnte der Baum entfernt werden. Die Aufräumarbeiten dauerten bis in die Abendstunden an und wurden am Sonntag fortgesetzt.
Die ORF-Wetterredaktion geht davon aus, dass es sich um einen sogenannten "Downburst" gehandelt hat. Dabei handelt es sich um einen besonders kräftigen Fallwind aus einem Gewitter, bei dem kalte Luft mit hoher Geschwindigkeit zu Boden sinkt und sich dort explosionsartig in alle Richtungen ausbreitet.
"Das waren Windgeschwindigkeiten von geschätzt sicher über 100 km/h", schildert Christoph Oberschlick, Kommandant der Freiwilligen Feuerwehr Großmugl, im Gespräch mit "Heute". Auch sein eigenes Haus wurde von dem Unwetter getroffen.
"Bei mir zu Hause wurden Teile des Daches weggeweht. Ein Baum ist auf ein Wohnhaus gefallen, wir sind heute noch mit Baumschneiden im Einsatz", berichtet Oberschlick.
Wie hoch der entstandene Schaden ist, lasse sich derzeit noch nicht abschätzen. "Das kann man, glaube ich, nicht abschätzen, das ist schwer zu beziffern", sagt der Feuerwehrkommandant.
Das Unwetter zog gegen 16.30 Uhr über den Ort. "Es hat keine fünf Minuten gedauert, der Strom war kurz weg, dann wieder da. Es waren Regen, Sturm und feine Hagelkörner dabei", erinnert sich Oberschlick. Ein derartiges Ereignis habe er in der Region bislang noch nie erlebt.
Auch die Feuerwehr Steinabrunn zeigte sich beeindruckt von der Wucht des Sturms. "Heute hat uns die Natur ihre ganze Kraft gezeigt", hieß es nach dem Einsatz. Für die Feuerwehr sei jedoch sofort klar gewesen: "Helfen. Anpacken. Zusammenhalten."
Die Wehr bedankte sich bei allen Einsatzkräften sowie bei der Freiwilligen Feuerwehr Großmugl und der Straßenmeisterei für die rasche Unterstützung. Gemeinsam konnten noch am Samstag Schäden beseitigt werden, ehe die Aufräumarbeiten am Sonntag fortgesetzt wurden.