"Das waren Windgeschwindigkeiten von geschätzt sicher über 100 km/h", sagt Christoph Oberschlick, seit Jänner FF-Kommandant von Großmugl, und selbst Betroffener von der schweren Unwetter-Front, die am Samstagnachmittag über Steinabrunn im Bezirk Korneuburg hinwegzog.
"Bei mir zu Hause wurden Teile des Daches weggeweht. Ein Baum ist auf ein Wohnhaus gefallen, wir sind heute noch mit Baumschneiden im Einsatz", so Oberschlick im "Heute"-Gespräch.
Welchen Schaden das Unwetter bei ihm angerichtet hat? "Das kann man glaube ich, nicht abschätzen, das ist schwer zu beziffern."
Gegen 16:30 Uhr fegte das Unwetter mit massiven Sturmböen über Steinabrunn und hinterließ innerhalb weniger Minuten eine Spur der Verwüstung: "Für unsere Feuerwehr war jedoch eines sofort klar: Helfen. Anpacken. Zusammenhalten. Mit großem Einsatz konnten unsere Kameradinnen und Kameraden der FF Steinabrunn den Großteil der Schäden noch heute beseitigen."
Und weiter: "Morgen werden die Aufräumarbeiten fortgesetzt. Ein herzliches Dankeschön an alle Mitglieder der FF Steinabrunn für ihren unermüdlichen Einsatz sowie an die Freiwillige Feuerwehr Großmugl und die Straßenmeisterei für die rasche und tatkräftige Unterstützung", teilte die Feuerwehr Steinabrunn noch am späten Samstagabend via Facebook mit.
Oberschlick habe so ein Unwetter noch nicht erlebt: "Es hat keine 5 Minuten gedauert, der Strom war kurz weg, dann wieder da. Es waren Regen, Sturm und feine Hagelkörner dabei."
Bei dem Unwetter handelte es sich offenbar um ein örtlich sehr begrenztes Ereignis: In Nachbarortschaften wütete das Unwetter nicht.
Ebenfalls im Unwetter-Einsatz standen die Kameraden des Bezirksfeuerwehrkommandos Baden: Durch einen Blitzschlag in einem Baum im dichten Waldgebiet des Guglzipfs in der Gemeinde Berndorf (Bezirk Baden) hatte sich der mit Laub bedeckte Waldboden entzündet – mehr dazu hier.