Lionel Messi spaziert durch diese WM. Fast zwei Drittel der Spielzeit geht er, ein Viertel steht er – mit Erfolg!
Diese Zahlen verblüffen viele Fußball-Fans, neu sind sie aber nicht. Nach hinten gearbeitet hat der Superstar bei Barcelona oder Paris auch nicht. Messi versteckt sich lieber am Platz – geschickt zwischen Abwehr und Mittelfeld.
Eine Anekdote erzählt, dass sich Lionel bei seinem Jugendklub Newell's Old Boys vor Laufübungen hinter einem Baum drückte. Jetzt macht er das am Spielfeld ganz ohne Baum.
Er taucht zwischen den Linien unter. Als Gegner weißt du nicht, wer für ihn zuständig ist. Er lullt dich ein, dann legt er mit wenigen schnellen Schritten los – am liebsten von halbrechts, den Ball am starken linken Fuß.
Im Eishockey sind die Top-Spieler große Arbeiter. Im Fußball haben die Besten Allüren und rennen weniger – bei Messi hilft auch die Gabe Gottes. So wie bei Neymar. Er war mein härtester Gegenspieler – mit seiner genialen Technik und dem extremen Speed auf den ersten Metern.
Als ich gegen Cristiano Ronaldo verteidigte, hat er mir im Strafraum zugesetzt, mich mit seinen Läufen aber nicht müde gemacht. Anders war das bei Wayne Rooney. Er war ein Top-Stürmer, der viele, viele Meter machte.
Top-Trainer wie Jupp Heynckes schaffen es, dass die Stars auch nach hinten arbeiten. Franck Ribery und Arjen Robben zeigten unter ihm ganz neue Fähigkeiten und wurden mit Titel belohnt.