5:1 schoss Österreich in Linz Norwegen ab. Acht "Wikinger" standen im Oktober 2024 in der Startelf, die jetzt Brasiliens WM-Traum zerstörten.
20 Monate später spielt Norwegen um den WM-Titel, während Österreich Zuseher ist. Wie ist das möglich?
Norwegen kratzte die Kurve, spielt jetzt anders. In Wien gab es viele hohe Bälle auf die Stürmer Haaland und Sörloth. Bei der WM kombinieren sie flach – die Philosophie von Bodö.
Berg spielt dort, er sticht für mich heraus. So wie Ödegaard und Haaland, der ein Segen ist. Die "Tor-Maschine" macht oft den Unterschied. Norwegen liefert aber auch als Team ab. Sie haben sich im Spiel mit dem Ball weiterentwicklelt. Bei der WM spielen sie am Limit. Das gelang Österreich nicht.
Deshalb wird jetzt über die Zukunft gerätselt. Mit Arnautovic hört eine Stütze auf, Alaba wird wohl weitermachen.
Hinten sind wir gut aufgestellt, vorn wird die Luft dünn. Gregoritsch und Kalajdzic sind sehr ähnliche Typen. Wir brauchen im Sturm aber auch Tiefgang. Darum schmerzte der WM-Ausfall von Baumgartner auch so sehr.
ÖFB-Sportdirektor Peter Schöttel fordert frisches Blut, Teamchef Ralf Rangnick sieht das nicht. Der Trainer ist der Wahrheit näher.
Wenn die U17-Helden gefordert werden, rate ich zur Vernunft. Das sind talentierte Burschen, das erlebe ich selbst bei der Austria. Aber der Schritt zum Erwachsenen-Fußball ist groß.