Der Rassismus-Skandal um Frankreichs Superstar Kylian Mbappé zieht immer weitere Kreise. Nachdem der Angreifer rassistisch beleidigt worden war, hat der französische Fußballverband nun Anzeige gegen die paraguayische Senatorin Celeste Amarilla de Boccia erstattet.
In einer Stellungnahme bezeichnete der Verband die Aussagen der Politikerin als "verabscheuungswürdig und inakzeptabel". Auch die Pariser Staatsanwaltschaft reagierte und leitete Ermittlungen wegen öffentlicher Beleidigung auf rassistischer Grundlage sowie wegen öffentlicher Aufstachelung zu Hass oder Gewalt ein.
Unterdessen distanzierte sich auch die paraguayische Regierung deutlich von den Aussagen der Senatorin. Das Außenministerium erklärte, ihre Äußerungen spiegelten "in keiner Weise die Haltung der Regierung der Republik Paraguay oder des paraguayischen Volkes wider".
Weiter hieß es, die Aussagen stünden "im Widerspruch zu den Werten und Prinzipien, die ein friedliches Zusammenleben und die Achtung der Menschenwürde fördern – Werte, für die sich unser Land einsetzt".
Auch von den Vereinten Nationen gab es scharfe Kritik. Die UNO bezeichnete die rassistischen Beleidigungen gegen Mbappé als "verabscheuungswürdig".