Die anhaltende Trockenheit hat Oberösterreich fest im Griff. Nun bestätigen auch die aktuellen Daten der Geosphere, was viele bereits vermutet haben: Der Frühling 2026 war der trockenste seit Beginn der Messungen im Jahr 1857. Österreichweit fiel nur rund die Hälfte der üblichen Niederschlagsmenge.
Besonders dramatisch ist die Lage im Innviertel. Gemeinsam mit dem angrenzenden Flachgau zählt die Region zu den trockensten Gebieten des Landes. In Ried im Innkreis wurden im Mai statt der üblichen 90 Liter Niederschlag pro Quadratmeter nur rund 50 Liter gemessen. Ähnliche Werte gab es auch in Linz und Kremsmünster.
Gleichzeitig war es deutlich wärmer als im langjährigen Durchschnitt. Im Mai lagen die Temperaturen österreichweit um rund 1,5 Grad höher als üblich. Die Folge: doppelt so viele Sommertage mit mehr als 25 Grad wie in einem durchschnittlichen Mai. An mehreren Wetterstationen wurden sogar neue Hitzerekorde registriert.
Die Auswirkungen sind bereits sichtbar. Die Waldbrandgefahr steigt laufend an, mehrere Regionen kämpfen mit trockenen Böden und sinkenden Wasserständen. Besonders betroffen sind Grundwasser und kleinere Flüsse im Innviertel. An einigen Messstellen wurden bereits historische Tiefststände verzeichnet.
Auch die Mattig im Bezirk Braunau zeigt die Folgen der Dürre deutlich. Abschnitte des Flusses sind bereits ausgetrocknet. Die Donau führt ebenfalls weniger Wasser als üblich. Zwar gab es zuletzt einzelne Regenschauer, für eine nachhaltige Entspannung reicht das aber bei Weitem nicht aus.
Meteorologen hoffen nun auf ergiebige Niederschläge in den kommenden Tagen. Zwar ziehen immer wieder Regenfronten über Oberösterreich, die erwarteten Mengen dürften jedoch kaum ausreichen, um die Defizite der vergangenen Monate auszugleichen.