Der Arbeitsmarkt in Oberösterreich zeigt sich weiter stabil. Im Mai waren rund 36.000 Personen beim AMS arbeitslos gemeldet - knapp 300 weniger als im Vorjahr. Mit einer Arbeitslosenquote von 4,9 Prozent liegt Oberösterreich gemeinsam mit Tirol weiterhin auf Platz zwei im Österreich-Vergleich.
Vor allem in der Überlassung von Arbeitskräften, am Bau sowie in Industrie und Gewerbe kommt laut AMS wieder Bewegung in den Arbeitsmarkt. Dennoch gibt es Gruppen, die besonders schwer einen Job finden.
Sorge bereiten dem AMS vor allem Langzeitarbeitslose. Ihre Zahl ist binnen eines Jahres um 18,2 Prozent gestiegen. Auch Menschen mit geringer Ausbildung sowie Akademiker haben derzeit größere Schwierigkeiten bei der Jobsuche.
Die meisten Arbeitslosen stammen aus den Altersgruppen zwischen 30 und 39 Jahren sowie zwischen 50 und 59 Jahren. Besonders für ältere Arbeitssuchende bleibt die Situation angespannt.
"Die Integration in den Arbeitsmarkt für Menschen ab 55 Jahren und langer Vormerkdauer ist herausfordernd", sagt AMS-Landesgeschäftsführerin Iris Schmidt im ORF OÖ.
Regional zeigt sich ein gemischtes Bild. In den meisten Bezirken ging die Arbeitslosigkeit zurück. Zuwächse gab es hingegen in Wels (+3,3 Prozent), Perg (+3,1 Prozent), Linz (+3,0 Prozent), Schärding (+1,4 Prozent) und Freistadt (+1,1 Prozent). Besonders deutlich sank die Zahl der Arbeitslosen dagegen im Bezirk Vöcklabruck (-11,2 Prozent).
Politisch sorgt die Entwicklung bereits für Reaktionen. Die Grünen Oberösterreich fordern zusätzliche Programme für Langzeitarbeitslose. Neben Übergangslösungen setzen sie auf Wiedereinstellungs- und Bildungsprogramme, um Betroffenen den Wiedereinstieg in den Arbeitsmarkt zu erleichtern.