Der mustergültige Einsatz der Feuerwehr Wels verhinderte in der Nacht zum Donnerstag ein Chaos in der Messestadt: Durch ein Leck in der Kühlanlage der städtischen Kunsteisbahn trat ätzendes Ammoniakgas aus, wurden die Gäste einer Abendveranstaltung in die Flucht getrieben. Atemschutztrupps bannten die Giftgasgefahr!
Verdächtiger Geruch und wenig später beißende Dämpfe ließen die Gäste einer Abendveranstaltung aus dem Kunsteisbahngebäude in Wels-Rosenau flüchten und die Feuerwehr alarmieren: Ätzendes Ammoniakgas hatte sich in verschiedenen Räumen ausgebreitet, drohte in weitere Gebäudeteile und ins Freie auszutreten - und somit zur lebensbedrohenden Gefahr für Passanten und die Anwohner im Stadtteil Rosenau zu werden!
Abschnitts-Brandinspektor Markus Theis (34), seit 14 Jahren bei der FF Wels, traf als Einsatzleiter sofort klare Entscheidungen: Insgesamt drei mit Chemikalien-Schutzanzügen ausgestattete Trupps drangen ins Gebäude vor, orteten ein Leck in der Eisflächen-Kühlanlage sowie einen undichten Schieber - und kämpften gegen die Uhr: Der Sauerstoffvorrat in den Spezialanzügen reicht jeweils nur für 15 Minuten!
Währenddessen wurde unter Einsatz von weit mehr als 100.000 Litern Löschwasser ein säureneutralisierender Wasservorhang über das Gebäude gelegt, das Gelände großräumig abgeriegelt. Um Mitternacht war die Giftgasgefahr gebannt.
Carlo Korosa